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12. April 2015 7 12 /04 /April /2015 22:04

Gestern waren wir im Ort auf einer Beerdigung, die in der regionalen Tradition verwurzelt war.

Wenn man sich so viel mit dem Jenseits beschäftigt hat wie ich und wenn man Verstorbene schemenhaft sehen kann, dann erlebt man solche Ereignisse anders als die Trauergemeinde.

Es wurde diesmal jemand beerdigt, der uns schon Tage zuvor besucht hatte und der seinen Übergang nicht so bewusst mitbekommen hatte, dass es ihm klar war, dass er gestorben war. Zum Glück aber verstand er es schon nach relativ kurzer Zeit sich telepathisch zu unterhalten, so dass man nicht laut mit ihm sprechen musste. So etwas wäre u.U. in der Gemeinschaft der Trauernden peinlich für mich geworden.

Mir fiel auf, dass fast alle Worte, die der Pfarrer sprach, ausschließlich an die Hinterbliebenen gerichtet waren und ihnen helfen sollten. Da ist wirklich kein einziger Ritualteil in der kirchlichen Feier, die jemanden helfen könnten, der es noch nicht mitbekommen hatte, dass er gestorben ist.

Eine Szene verdeutlichte mir das besonders: Da stand der Verstorbene in der Reihe der Kirchgänger, die ihre geweihte Oblate abholen wollten. Und ein paar mal wurde er einfach übergangen. Irgendwann war er aus Enttäuschung richtig wütend darüber, vor allem, als der Pfarrer sich auch am Schluss einfach umdrehte und zurück ging. Ich habe ihm dann über die Ferne erklärt, dass er im Himmel dieses Ereignis viel feierlicher erleben könnte, wenn er es wollte, und dass ihm dort so etwas nie passieren würde.

Das war dann auch zum ersten Mal ein Motivationsgrund sich doch drauf einzulassen, dass ich ihn rüber ins Jenseits führen könnte. Er sah immer noch nicht das Tunnellicht und auch keine Verwandten oder Engel, somit fehlte ihm die Orientierung wohin es gehen würde. Aber ich versprach ihm, dass ich ihn am Ende des Tages ins Jenseits bringen würde, er könne sich also in aller Ruhe die Beerdigungsfeier im Gasthaus ansehen. So haben wir es dann auch gemacht.

Ich würde mir für die Verstorbenen folgendes wünschen:

- mehr Menschen, die mit ihnen reden können

- und die sie vielleicht sogar mit irgendeinem Hellsinn wahrnehmen

- dass auch sie im kirchlichen Beerdigungsritual mit einbezogen werden

- dass die Verstorbenen auf ihrer eigenen Feier nach der Kirche auch ein Gedeck am Tisch im Gasthaus bekommen, also wirklich voll integriert sind

- dass die Lebenden verstärkt Interesse haben möglichst viel übers Jenseits zu erfahren, so dass sie die Angst verlieren und sich gerne darüber zu unterhalten und somit das nötige Wissen erwerben, das ihnen helfen wird, wenn sie selbst diese Schwelle überschreiten. Angst macht frisch Verstorbenen eigentlich nur ihr Nichtwissen, nur dadurch entsteht die Orientierungslosigkeit, die dazu führen kann, dass man nicht gleich durch Engel und Ahnen begleitet rüber kommt.

- Und zuletzt wünsche ich mir Pfarrer, die sich so sehr mit dem Jenseits befassen, dass sie es leicht erzählen können wie wenig wir von diesem Ort getrennt sind. Und dass es eigentlich kein Ende ist, sondern ein wunderbarer Neuanfang mit unvorstellbar vielen anderen Möglichkeiten. Jenseits ist eine wunderbare Bereicherung, ein Ort, an dem wir uns wieder mit unseren ganzen Fähigkeiten spüren können. Kein Ort, vor dem man Angst haben muss.

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Published by Tatzelwurm
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  • Folgende Dinge biete ich an: Geistheilung, schamanische Techniken, Seminare, sowie energetisches Arbeiten mit Menschen, Tieren, Elementarwesen und Orten.
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