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2. August 2010 1 02 /08 /August /2010 21:41

Am Freitag zog ich mit zwei Freundinnen los, um nach langer Zeit mal wieder eine Ausstellung zu besuchen. Anstoß war dieser Artikel hier:

 

http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/ausstellung-magie-orient-okzident-835667.html 

 

Anders als auf dem Foto ist die Ausstellung nicht so grellbunt, sondern eher museal dezent. Es ist eine sehr kleine Ausstellung, bestehend aus 2einhalb Räumen. Mit Ägypten hatte ich mich zuletzt als Jugendliche beschäftigt, aus diesem Grunde war der Teil über die ägyptischen Amulette und Götter für mich durchwegs neu.

 

Der alpenländische Teil, auf den ich mich am meisten gefreut hatte, der war eher etwas dürftig. Da gab es zum einen eine Ecke, die den Heilsteinen gewidmet war und deren Bedeutung. Darunter waren einige sehr kraftvolle Stücke.

 

Ein weiterer Abschnitt widmete sich Chariwari-Anhängern. Nach denen halte ich auf jedem Flohmarkt Ausschau und ich habe selbst schon eine kleine Sammlung angelegt. Noch nie gesehen hatte ich ein sogenanntes Marderboandl. Wen interessiert, was das ist, schaut doch mal dort vorbei.  ;-)

 

Besonders beeindruckend waren Backenzähne großer Tiere, die in Silber gefaßt waren. Sie sollen vor Verletzungen schützen. Das Gebiß kleinerer Tiere dagegen dient der Abwehr von Bösem, denn es erinnert an ein immerwährendes Zähnefletschen.

 

Gelöst hat sich ein Rätsel, bei dem mir bisher niemand die Antwort geben konnte. Es gibt etliche Anhänger mit geschnitzten Händen. Einige der Gesten sind klar, sie dienen der Abwehr. Allerdings sieht man immer wieder eine Hand, bei der der Finger eigenartig zwischen die andern gesteckt ist. Dies soll, laut Beschreibung im Museum, die Geste der "fica" sein, also nicht wirklich jugendfrei sein. *g*

 

Die nächste Ausstellungsfläche zeigte allgemeine Amulette. Zum Beispiel eine Fraisenkette, auch genannt Fraiskette und ein beeindruckendes Gamskrickl-Messer. Wußtet Ihr, dass das auch eine Schutzsymbolik hatte?

Von der Natur durchlochte Steine sind mächtige Schutzzeichen, die gegen Krankheiten und Verletzung wirken.

 

In der Ecke mit dem Schwerpunkt Schwangerschaft und Geburt fand ich vieles, das vollkommen neu für mich war. Das war mir auch nie auf Floh- und Antikmärkten aufgefallen. Oder kennt Ihr Wehenkreuze, Hebammenringe, Geburtsamulette und Wehenfläschen?

 

Der Teil über Medaillen mit Buchstabenmagie, Ziffernkombinationen, runenartigen Gebilden, Planetenzeichen und Zahlenquadraten, der war arg dürftig, aber okay, mehr gaben die kleinen Räume nicht her.

 

Vor etwa einem Jahr war in Sachrang eine ebenfalls kleine Ausstellung über Volksmedizin zu finden, die war wesentlich lebendiger. Und genau das hätte ich mir für so ein starkes Thema gewünscht.

Wann macht mal wer zu den alpenländischen Amuletten eine wirklich große Ausstellung, in der die Gegenstände nicht nur ordentlich aufgereiht werden? In der es auch um den Hintergrund von Hirschgeweihen geht und darum, ob Tierpräprarate wirklich nur Wohnraumschmuck sind. Mein Traum ist eine Ausstellung, in der die ganze Macht unserer Tradition gut rüber kommt und deren Reichtum. Diese winzigen Ausstellungen werden dem einfach nicht gerecht.

Und es ist kein Wunder, wenn Schamanen anderer Kulturen immer behaupten wir hätten keine schamanische Tradition und wenn einheimische Schamanismusschüler lieber im Ausland lernen, anstatt mit den eigenen Symbolen zu arbeiten und in unseren total unterschätzten Volksmärchen das Urwissen herauszuziehen. Letzteres ist jedoch ein eigenes Thema.

 

I have a dream  .....  einmal in meiner Nähe eine wirklich große Ausstellung zum Alpenschamanismus. Und dass der irgendwann wieder seine ursprüngliche Bedeutung bekommt.

 

Zusammenfassung: Die Ausstellung ist klein, für Amulette viel zu geordnet, aber geht trotzdem rein, wenn Ihr könnt. Etliche der gezeigten Amulette haben eine beeindruckende Kraft, wenn man rein spürt. Und es rentiert sich ein Notizbuch mitzunehmen, da vielleicht doch die eine oder andere Info neu ist.

 

Infos über Öffnungszeiten und Anfahrtweg: http://www.aegyptisches-museum-muenchen.de/de/index.htm

Und hier sind Bilder von einigen Ausstellungsstücken mit dabei:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/kultur/ausstellung-im-aegyptischen-museum-knoten-und-quarz-fuers-eigene-heil-1.983774

 

 

 

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Published by Tatzelwurm - in Schamanismus
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