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23. September 2010 4 23 /09 /September /2010 19:45

Für schamanisch Arbeitende dürfte das Folgende voll nachvollziehbar sein, für manch andern sicher ungewohnt.

 

Mein Kater kann heilen, aber auch mit Energien arbeiten. Wenn ihm der Tag allerdings zu schön zum arbeiten ist, dann hat er die Angewohnheit mich heftig maunzend auf Unstimmigkeiten aufmerksam zu machen. Es gibt Tage, da verstehe ich ihn gut und dann kann er mich gedanklich gleich zu der betroffenen Stelle führen, es gibt aber Tage, da gelingt es mir nicht so und dann muss ich selbst rumreisen, bis ich die Ursache finde.

Heute gelang mir weder das eine noch das andere. Ich reiste an all die momentan bekannten Konfliktpunkte. Eine Wohnung wird gerade in der Nachbarschaft vollkommen auseinander genommen und der Hausgeist brauchte vor ein paar Tagen Hilfe. Zwei Baustellen in der Nachbarschaft sind durch das respektlose Aufwühlen der Erde auch nicht gerade ohne. Ich fand jedoch nirgends etwas, das bearbeitet gehörte. Ein frustrierter Blick von meinem Kater, dann verschwand er wieder in den sonnigen Garten.

 

Vorhin löste sich das Rätsel, auf was er mich hatte aufmerksam machen wollen.

Hubschrauber flogen an den Berghängen in typischen Suchbewegungen entlang, brachen irgendwann die Suche jedoch ab, da es zu dunkel wurde.

 

Es gibt die Möglichkeit, die Suchenden mit den Gesuchten energetisch zu verbinden, desweiteren kann man den Berg darum bitten, die Gesuchten zu unterstützen.

Mit meinem Hausberg war ich schon öfters im Kontakt, hin und wieder bekommt er seinen Wacholderschnaps als Opfergabe und es ist wunderschön die Kraft und Präsenz des Berges zu spüren, wenn der Kontakt hergestellt ist.

 

Ich gebe zu, ich hatte auf die Frage, ob der Berg mir helfen könnte, eine Unterstützung erwartet. Völlig überrumpelt aber war ich von der Heftigkeit der Gefühle, die da stattdessen rüber kamen.

Boah, das war eine Aufruhr und eine ganz große Wut. Eine Wut auf die Menschen, die gerade jetzt in der Herbstzeit die Berge stürmen, ohne sie richtig wahrzunehmen. Alle wollen nur die Kraft der Berge tanken, ohne sich dafür zu bedanken oder was dafür zu geben.

 

Unsere Ahnen wußten es schon immer - man braucht nur die völlig unterschätzten Märchen mit wachen Sinnen studieren - der Berg nimmt sich selbst sein Opfer, wenn man ihn ignoriert. Nicht umsonst opfern heute noch Kulturen, die näher an diesem Urwissen sind, den Wesen des Berges zur Besänftigung Dinge wie Schnaps, Milch, Tabak. Und zwar in allen Erdteilen.

Bei uns ist das nicht mehr bekannt. Selbst wenn jemand ein Stoamandl baut, das mehr als ein Wegweiser ist, wird er belächelt.

 

Man muss ja nicht gleich etwas opfern, wenn einem das skuril vorkommt. Aber wie wäre es mit mehr Achtsamkeit im Berg?

Muss man Dreck hinterlassen? Muss man Pflanzen einfach aus Spaß ausrupfen? Muss man unbedingt auf dem Berg irre rumbrüllen und Jodeln imitieren? Ist es wirklich sinnvoll mit irrem Tempo Hänge runterzuradeln? Warum rennt man einfach rauf ohne ausreichend vorbereitet zu sein? Warum müssen sich Retter in Gefahr begeben, nur um Menschen zu bergen, die in Tops und Sommersandalen herumlaufen, nichts zu trinken dabei haben, geschweige denn eine warme, schützende Kleidung?

Oh, es gibt so vieles, das zeigt wie wenig achtsam wir noch mit den Bergen umgehen.

 

Mal ehrlich, Berge rangieren doch nur noch unter Freizeitartikel, sind Bungeeseilen gleichwertig, Fahrrädern oder andern Sportgeräten.

Wer ist denn noch bereit, sie als Wesen wahrzunehmen? Die meisten würden bei so einer Vorstellung doch nur in ein haltloses Gelächter ausbrechen, wenn man sie bitten würde, vor einer Tour mit dem Berg zu sprechen. Sich ihm vorzustellen und sich auf die Schwingungen des Berges einzustellen, ist doch fast undenkbar.

 

Jetzt habe ich eine Frage an diejenigen, die spüren oder gar telepathisch Kontakt aufnehmen können.

Habt Ihr schon mal einen Berg gefragt, wie es ihm geht? Und was er braucht?

Seid Ihr bereit, das mal auszuprobieren?

Es ist ein unglaublich starkes Erlebnis. Und es ist ein Geschenk, wenn Ihr Antwort erhaltet.

 

Allerdings kann dann eine Antwort kommen, auf die Ihr nicht gefaßt seid, die alles andere als Licht und Liebe ist. Was ist, wenn die Antwort lautet: "Ich nehme mir mein Opfer."? 

 

Jetzt muss ich eine Information dazufügen. Vor einer Woche hat hier der Alpentriathlon stattgefunden, den ich eigentlich ganz in Ordnung gefunden habe. Der Berg hat mir jetzt aber was ganz anderes übermittelt. Für ihn war diese Massenveranstaltung eine absolute Respektlosigkeit.

Ich vermute, dass sein Wunsch nach einem Opfer entstanden ist, weil die Wut so übermächtig geworden ist.

Ja, dieses Opfer kann auch ein Mensch sein.

Blitzartig habe ich die Märchen erfaßt, in denen es genau darum geht. Und ich erschrak zutiefst.

 

Zusammen mit meiner Freundin, die solche Dinge genauso gut spüren kann, haben wir versucht, den Berg wieder zu versöhnen. Der Opferteller im Garten wurde mit Gewünschtem gefüllt, Räucherstäbchen wurden angezündet, Wacholderschnaps kam in das Opfergefäß. Und das wichtigste war natürlich das Gespräch, der Kontakt zur Brecherspitz.

Dazu auflösen mit Hilfe der Zwei-Punkt-Methode und die wichtigste Versöhnungsformel "I'm sorry, please forgive me, I love you.". (Sonst bin ich eher für deutsche oder noch lieber bayrische Gebete, aber das klingt übersetzt viel holpriger.)

 

Irgendwann fühlte es sich befriedet an, auch, wenn immer noch eine tiefe Trauer zu spüren war.

 

Meine Freundin wird demnächst mit der Brecherspitz zu einer Brotzeit zusammentreffen, dann gibt es nicht nur ein Stückerl Salami auf dem Opferteller, dann werden sie beide diese gemeinsam oben am Berg verspeisen.

 

Kaum hatten wir uns energetisch vom Berg wieder getrennt, tauchte oben an der Bergspitze ein Feuersignal auf. Der Hubschrauber war längst wieder weg, drum informierte meine Freundin die Polizei über die Lichtzeichen und erfuhr, dass jemand als vermißt gemeldet worden war, aber noch keine Spur von ihm zu finden war. Es werden Retter an die Stelle hochsteigen, an der wir die Lichter gesehen haben. Ich hoffe sie haben Erfolg.

Die Brecherspitz um ihre Hilfe zu bitten, das klappte zumindest diesmal.

 

 Brecherspitz

 

Danke, mein Hausberg, dass ich heute durch Dich so viel lernen durfte.

Und von jetzt an werde ich häufiger Kontakt mit Dir aufnehmen, da ich nun weiß, wie wichtig das für Dich ist. Und somit auch für uns Menschen.

 

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Kommentare

Sabiene 09/24/2010 12:01


Baustellen können wirklich ein Problem sein. Da wird oft was freigelegt, worüber nicht ohne Grund das Gras hat wachsen sollen.
Bei Luisa Francia - die ich sehr schätze - frage ich mich, wie viel Bücher die eigentlich geschrieben hat. Hundert? Hundertfünfzig?
;-)
LG
Sabine


Tatzelwurm 09/24/2010 12:16



*lach* Ja, sie hat ein gutes Schreibtempo. Kommt ja auch noch der Text in ihrem Weblog dazu. Das kennst Du sicher auch, schätze ich mal.  


http://www.salamandra.de/tagebuch/start.php 


LG, Monica



Mizi B. 09/24/2010 10:51


Heute früh ist wieder ein Hubschrauber in die Richtung geflogen, an der ich von meinem Balkon aus gestern Abend das Lichtzeichen gesehen habe. Der Hubschrauber ist ziemlich lange an einer Stelle
stehen geblieben. Wie die Sache ausgegangen ist, weiß ich noch nicht. Hoffen wir das Beste.
Mich hat die ganze Geschichte ziemlich erschüttert.Ich kann den Berg verstehen, der sich so missachtet fühlt. Und es sind ja nicht nur die Berge, die missachtet werden, es ist ja die ganze Natur.
Der Schmerz, der da rüberkommt, ist ungeheuerlich.
Grad vorher habe ich im übrigen die Überschrift gelesen: "Der Nanga Parbat fordert ein neues Opfer". Das ist heute auf WeltOnline zu lesen. Irgendwie ist das Wissen schon noch im Menschen
vorhanden, dass Berge Opfer fordern. Aber es ist sich wohl kaum jemand darüber im klaren, was dieser Satz tatsächlich aussagt und wie wörtlich er zu nehmen ist.


Tatzelwurm 09/24/2010 12:13



Der Hubschrauber ist jetzt auch noch im Einsatz und fliegt suchend ein ziemlich großes Gebiet ab. Anscheinend ist der Vermißte (oder vielleicht sind es mehrere) immer noch nicht gefunden.


Ein großes Fragezeichen löst auch das Erlebnis aus, das wir gleich nach dem Gespräch mit der Brecherspitz hatten. Es kam eine Deiner kätzischen Mitbewohnerinnen ins Haus und sie machte
eindeutig klar, dass da wer im Treppenhaus ist. Als ich aus der Ferne "nachsah", war es jemand, der Hilfe auf dem Weg ins Licht brauchte. Er hatte Bundhosen an und war eindeutig ein
Wanderer gewesen. Warum dieses zeitliche Zusammentreffen? War er schon länger in der Zwischenwelt unterwegs und ist er sowas wie "freigegeben" worden durch die Versöhnungsarbeit mit der
Brecherspitz? Manchmal wünsche ich mir einen erfahrenen Schamanen an meiner Seite, dem man genau diese Fragen stellen kann.


Das "ein Opfer fordern", das hat für mich seit gestern auch eine andere Bedeutung gewonnen. Ich habe eine Ahnung davon bekommen, was alles dahinter stecken kann. Und so ganz habe ich das noch
nicht verarbeitet. *zugeb*


Einen lieben Gruß, Monica



Sabiene 09/24/2010 09:11


Ich finde das Ritual, dass du mit deiner Freundin machst, sehr schön.
Vielleicht lässt ihr was da, für die Tiere?
Früher hatten die Menschen sehr viel Respekt vor den Bergen. Aus Spaß einen Gipfel zu besteigen, wäre ihnen nicht eingefallen, höchstens wenn man sich hat verstecken müssen.
Erfunden haben den Bergsport die Engländer aus besseren Kreisen, die erstmal die Schweiz unsicher gemacht haben.
Ich hatte, als ich noch in München gearbeitet habe, etliche Kollegen, die fast jedes Wochenende in die Berge gegangen sind, um dort Edelsteine rauszukloppen. Früher muss es im Rofan noch richtige
Granatstollen gegeben haben. Bergkristall gibts/gab es auch überall. Jetzt sind die Berge leer, ein paar Wohnzimmer-Vitrinen im Großraum München voll.
LG
Sabiene


Tatzelwurm 09/24/2010 11:36



Hallo Sabiene,


ja, an die Tiere denken wir auch und natürlich auch an die Elementarwesen. Erst vor ein paar Wochen haben wir mit der Brecherspitz gearbeitet, als für einen Carport ein kleiner Teil des
Grundstücks meiner Freundin ausgebaggert worden ist. Wir haben damals den Berg gefragt, was er braucht, damit das leichter auszuhalten ist. Und auch für die kleinen Bäume auf dem Areal wurde
gesorgt. Der Unterschied von einer Baustelle, auf der vorher mit der Erde und den Wesen gearbeitet worden ist und zweien, bei der einfach nur aufgerissen und losgearbeitet wurde, der ist kaum zu
beschreiben. Ich glaub, das wäre schon einen eigenen Weblogbeitrag wert. Es ist keine Spinnerei, warum ich die zwei Baustellen hier im Ort täglich im Blick habe, zumal das Gebiet früher ja ein
Moorgebiet gewesen ist. Und da ruhen nicht selten spezielle Wesen, die für eine hübsche Dynamik sorgen können, wenn sie gestört werden (siehe Sagen um Moorfräuleins,...).


Hast recht, früher war wirklich viel mehr Respekt vorhanden, und es gab auch viele Tabus, die mittlerweile nicht mal mehr bekannt sind. Wie sich das im Laufe der Zeit gewandelt hat, das zeigt
ganz gut Luisa Francias Buch "Der untere Himmel". Allerdings liegt der Schwerpunkt des Buches mehr beim Thema Diskriminierung der Frauen in den Bergen.


Liebe Grüße, Monica



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