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20. Dezember 2010 1 20 /12 /Dezember /2010 22:58

Anlaß für diesen Beitrag ist der  Kommentar von Nils.

 

Mit dem Thema Spiritualität ringe ich jedoch schon seit vielen Tagen. Wieder einmal. Denn das kommt ganz regelmäßig.

Ich hinterfrag dann wieder mal mein (nicht vorhandenes spirituelles) Leben, komme zu keinem Ergebnis, finde erneut keinen Zugang zur Spiritualität und dann lasse ich es wieder sein.

Was ist das mehr als Resignation?

 

Schamanismus, das ist für mich praktische Arbeit. Völlig wurscht welche Welten ich dabei besuche, ob Jenseits oder diverse Zeiten. Es ist nur praktisches Tun, macht total Spaß, aber spirituell gesehen, befriedigt es mich nicht.

Im Gegenteil, es ist sogar so, dass ich Menschen beneide, die nach einem Tag Arbeit das Resultat wenigstens sehen und vielleicht sogar in den Händen halten können.

 

Kontakt zur Geistigen Welt, den habe ich nur in meiner Arbeit. Und dann meistens, um Dinge zu lösen oder zu heilen. Ich hab nicht das Gefühl, dass er mich persönlich spirituell weiter bringen würde.

Ähnlich ist es mit Ritualen, ist es nicht für Klienten, dann mache ich sie halbherzig. Einfach, weil ich meine eigenen nicht gefunden habe.

 

Mir fehlen Vorbilder, Spiritualität nur aus mir heraus, das klappt nicht wirklich.

 

Das Christentum lehne ich nicht ab, es gehört hier in Bayern einfach dazu. Und es hat geholfen, dass Kraftplätze deutlich sichtbar sind. Wissen wir, ob ohne die Kirchen, Kapellen und Statuen das Wissen drum bis heute erhalten geblieben wäre? Auch alte Rituale (Kräuterbuschen,...) haben überlebt, weil sie übernommen worden sind.

Aber fühle ich mich im Christentum selbst wohl? Wäre es eine gute Grundlage für meine Spiritualität? Nein, leider nicht. Mit dem Gesamtpaket Christentum kann ich herzlich wenig anfangen. Zu viele Gottesdienste waren zum davon laufen. Mit Schwerpunkt Schuld, Sünde, dem Thema "Wie schlecht ist der Mensch.". Zu viel dreht sich um Macht, anstatt um persönliche Spiritualität und zu viel dreht sich um Gedankenkonstrukte, die mich nicht gefühlsmäßig ansprechen.

 

Wenn ich herum fahre und die vielen Kirchen sehe, dann erzählen sie mir von Generationen von Menschen, die sehr klar ihre Religion gelebt hatten. Gebete waren selbstverständlich für sie, ebenso die ganzen Rituale. Wie viel Einsatz haben sie gebracht, damit diese Kirchen entstehen konnten?

Jede dieser Kirchen frägt mich: "Und wie steht es mit Deiner Spiritualität."

Tja, die existiert nicht.

 

Religionspädagogen, Pastoren, das waren alles Menschen, die mich nicht ansprechen konnten.

Ein einziges mal hat ein Lehrer einen Treffer gelandet und mein Interesse geweckt. Da ging es um Meditation. Und angezogen hat mich auch der Religionsunterricht, in denen andere Religionen vorgestellt worden sind. Aber das war's auch schon.

 

Diese Schulstunden über andere Religionen haben mich geprägt und ich habe daraufhin im Lauf der Jahresehr viel über Zen, Sufismus, Judentum und Co gelesen. Meinen Horizont hat es geweitet, manche Wesensänderung hat das bewirkt. Aber bin ich dadurch spirituell geworden. Nein.

 

Spiritualität ist für mich auch nicht Wandanstarren und auf den Atem achten, ich zweifle, dass ich mit gewissen spirituellen Techniken weiter käme.

 

Vor etlichen Tagen bin ich über das Lichtwelt-Verlags-Weblog gestoßen (siehe Linkliste).

Macht mich das lesen spiritueller: Nein. Es zeigt mir nur verstärkt auf, dass ich Lichtjahre von irgendeiner Spiritualität entfernt bin.

Ich lese jedoch ganz gerne drin, da es mir manches verständlicher macht.

 

Der Jahreslauf ist für mich wichtig, u.a. mit seinen Festen. Aber lebe ich sie? Auch nur, wenn die Initiative von außen kommt. Den größten Bezug habe ich zu den Rauhnächten. Es ist das Wilde, das Geheimnisvolle, das mich anspricht. Also, auch wieder nichts mit Gott und Glaube.

 

*schmunzel* Und dann kommt jemand und schreibt ich würde mich als spirituell bezeichnen ...

 

Dabei hab ich noch nicht einmal geklärt, was Spiritualität überhaupt für mich ist und wie man das leben kann ohne ins Nichts zu starren.

 

Ich hab Null Dunst, wie ich jemals meinen ganz persönlichen spirituellen Einstieg finden soll.

Aber es einfach bleiben lassen, nein, das geht auch nicht, denn schließlich ist ja eine starke Sehnsucht danach vorhanden.

 

 

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Kommentare

elcor-larax 12/26/2010 17:11


Olla die Waldfee, ja sage mal Nils Holgerson hast du versehentlich deine Fluggans verspeist?

Denk du mal darüber nach ob Spiritualität durch Vorbild entstanden ist! Und erst das Nachmachen erlaubt dir deinen eigenen Schritt!

Noch was zum NACH-DENKEN für Nils Holgerson der vermutlich seine eigene Fluggans gefuttert hat:

Ein Kind backt im Sandkasten seinen ersten Kuchen in dem das Kind es vorher ...

PARDON, Letzteres ist zum Vervollständigen!

Zusatz: ...deine Fluggans verspeist? --- bezieht sich auf deinen vorherigen Kommentar, nur nach dem Überflieger hier erscheint mir die Wortgruppierung "Fluggans gefuttert" etwas angebrachter
PUNKT

ELCOR LARAX


Tatzelwurm 12/28/2010 00:13



Ich glaub, Nils war einfach enttäuscht und sauer, weil ich eine Diskussion in einem Esoterikforum nicht weiter geführt habe, bei der wir beide das Gefühl hatten nur aneinander vorbei zu reden.


 


Nächtliche Grüße, Monica


 



Nils 12/21/2010 10:36


Schön wenn ich eine Anregung für Dich war :-)
Hier noch weitere Anregungen für Dich ganz persönlich:

Verwechselst Du Religion mit Spiritualität?

Du trennst Deine Arbeit von Deiner Spiritualität? Trennst Dein "normales" Leben vom spirituellem? Das geht nicht.

Du willst Vorbilder....
Spiritualität entsteht aber nicht durch Nachmachen sondern nur aus sich selbst heraus. Man kann es nicht erlernen, nur erfahren.

Halte nicht so fest daran, unbedingt spirituell sein zu wollen. Solange Du das tust, wirst Du es nie erreichen.

Finde heraus, was Spiritualität FÜR DICH eigentlich ist!


Tatzelwurm 12/21/2010 11:23



Hallo Nils,


was ist Religion? Ist das nur eines der großen Glaubessysteme? Dann ist das als Gesamtpaket nichts für mich. Aber eine Sehnsucht nach Teilen draus, die ist bei mir vorhanden. Beispiel:
Ahnenaltar, Opfergaben, bestimmte Zeiten für Rituale. Gerade letzteres halte ich für gar nicht mal so unwichtig, aber allein für mich krieg ich das nie hin. Fast jede Religion hat einen freien
Tag, der eigentlich dem Besonderen gewidmet ist. Ich schaffe es aber nicht mal mir einen einzigen Tag frei zu halten dafür. Und wenn mal einer frei ist, dann sehe ich das Liegengebliebene im
Haushalt, also wird das zuerst gemacht. *grmpf* Ist man selbst für seine Spiritualität verantwortlich, dann geht es ja schon damit los, dass ich Zeit dafür einplane.


 


Doch, ich versuche gedanklich schon das zu trennen. Es fehlen mir Rhythmen, es fehlen mir Rituale, spezielle Zeiten, in denen ich reflektieren kann, ob ich nicht am Ziel meines Lebens vorbei
lebe. Ich glaub, meine Hauptangst ist es so zu enden wie meine Eltern. Sie sind untergegangen im Alltag, haben Fragen nicht mehr zugelassen und haben am Ende ihres Lebens gemerkt, dass sie gar
nicht richtig gelebt haben und rückwirkend gerne vieles anders gemacht hätten. Erst da kamen Fragen nach dem Jenseits auf, aber Gott wurde immer noch gemieden.


 


Mit dem Jenseits habe ich mich schon ganz anders, als sie es taten, beschäftigt, sehr, sehr intensiv. Aber irgendwie wurde das dann auch Alltag für mich, weil ich tagtäglich damit
konfrontiert bin. Das, was für die meisten Leute schon fremd und somit angsterregend ist, das ist für mich nichts Besonderes. Aber was ist der nächste Schritt? Was klammer ich so aus wie meine
Eltern dieses "Danach"? Auf einem spirituellen Weg muss es ja irgendwie weiter gehen.


Irgendwie erinnert mich meine Suche nach Spiritualität an eine Fahrt im Nebel. Herausfinden, was Spiritualität für mich ist, puhhh, wenn ich so weiter mache, wird allein das schon eine
Lebensaufgabe.


Viele Grüße, Monica


Die Arbeit ist schön, sie macht Spaß, aber ist das schon Spiritualtität?



elcor-larax 12/21/2010 06:51


ALLES IST SPIRIT


Tatzelwurm 12/21/2010 10:17



*fragend guck*


Liebe Alma,


Du meinst, schon allein durchs leben?


Hmmm ... ich weiß nicht recht.


Ein Beispiel aus dem ZEN: Ich kann abspülen und ich kann abspülen. Einmal, indem ich es halt mache und an weiß der Geier alles denke. Oder ich kann es jede Sekunde bewusst im Hier und Jetzt
machen (aber wer will sich das ausgerechnet im Haushalt schon freiwillig antun?). Beim einen mal nutze ich die Zeit nicht, beim zweiten mal mache ich etwas bewusst, eventuell mit einem höheren
spirituellen Bewusstsein. Weil ich etwas meine volle Aufmerksamkeit geschenkt habe. Spiritualität ist also nicht gleich Alltag. Im Gegenteil, ich glaube, es geht darum eben aus diesem Alltag
herauszutreten. Zum Beispiel durch Feste, Feiern, Ritualen, spirituellen Texten.


Lebe ich selbst bewusst, nö, nicht mal ansatzweise.


 



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  • Folgende Dinge biete ich an: Geistheilung, schamanische Techniken, Seminare, sowie energetisches Arbeiten mit Menschen, Tieren, Elementarwesen und Orten.
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