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25. Juni 2011 6 25 /06 /Juni /2011 08:40

Gestern, der Abend hat so richtig Spaß gemacht.

 

Halt, ich fang mal lieber von vorne an.

 

Vor Jahrzehnten, in meinem ersten Leben, als ich noch als Montessori-Therapeutin gearbeitet habe, bin ich u.a. auch durchs Land gezogen und habe sehr viele Vorträge und Seminare abgehalten.

Einerseits hat mir das Spaß gemacht, andererseits war es sehr mühsam. Denn fast immer war jemand mit dabei, dem es gar nicht um Inhalte gegangen ist, sondern darum im Mittelpunkt zu stehen. Oder um etwas auszuagieren, das mit seiner Geschichte zu tun hatte, aber wenig mit mir als Dozentin.

 

Meine Themen waren schwerpunktmäßig Pädagogik und Heilpädagogik und oft waren Menschen mit dabei, die in der Erziehung ihrer Kinder massiv an ihre Grenzen gestoßen waren. Sie suchten eigentlich nach Lösungen.

Diese Lösungen sollten jedoch auf gar keinen Fall eine Änderung ihres Lebens bewirken. Schließlich waren ja nur die Kinder schwierig.

Es passierte immer wieder, dass ziemlich schnell jeder Änderungsvorschlag nicht als solcher gesehen wurde, sondern es entstand ein Sport schnellstmöglichst ein "Aber" zu finden. Ein "Aber", warum dieses und jenes genau bei ihrem Kind nicht funktionieren konnte. Und dass das, was sie jetzt machen würden, die einzig richtige Art und Weise sei.

 

So konnte man nicht wirklich Wissen vermitteln, Ideen weiter geben, gemeinsam nach Lösungen suchen, denn zum größten Teil war ich mit der Gruppendynamik beschäftigt. Und das nervte irgendwann.

 

Etwas, das schon typisch war für mich, ich zweifelte einzig an mir und meinen Fähigkeiten, besuchte selbst unzählig viele Seminare zum Thema Kursleiterfortbildungen und stellte dort fest, dass das ein allseits bekanntes Phänomen war. Gerade im pädagogischen Bereich waren damals die Kurse voll mit Teilnehmern, die eigentlich etwas ganz bestimmtes wünschten: Obwohl nichts daheim funktionierte, trotzdem die Bestätigung bekommen, dass sie alles richtig machen würden.

Wenn aber z.B. ein Dreijähriger schon seine Mutter derart verdrosch, dass sie vollkommen hilflos war, dann half eine Bestätigung, dass man alles optimal machen würde, nicht wirklich weiter.

 

Ich machte weiter mit den Kursen, jedoch immer mehr an mir zweitelnd.

Nicht nur bei mir tauchten zunehmend Menschen auf, die den Rahmen sprengten, weil sie eigentlich nur mal eineinhalb Stunden am Stück reden wollten und die dann beleidigt reagierten, wenn man sie drauf hinwies, dass die andern Kursteilnehmerinnen auch berechtigte Bedürfnisse hätten.  

 

 

Blumen-und-Pflanzen-Mizi-Garten-022.jpg

 

 

Und dann kam ein Seminar, das alles auf einen Schlag veränderte.

 

Die Mauer war gefallen und zusammen mit einer Kollegin war ich eingeladen in Chemnitz ein mehrtägiges Seminar zu halten zum Thema Wahrnehmungsförderung. Ich hatte schon total Schiß, weil ich mir mehrere Tage am Stück irrsinnig anstrengend vorstellte.

Wir kamen an und es war alles anders als sonst.

 

Ich fühlte mich schon wie in einer anderen Welt, nur weil wir zur Begrüßung angelächelt wurden und weil immer jemand dafür sorgte, dass wir Wasser vor uns stehen hatten.

Die Teilnehmerinnen, alles praktizierende Ergotherapeutinnen, waren freundlich drauf, sie waren wißbegierig. Sie hatten viele Fragen und brachten aber auch in einem guten Verhältnis ihre eigenen Erfahrungen mit ein. Es war toll!!

Da waren keine ausufernden Egoprogramme, es herrschte von Anfang an eine fröhliche, entspannte Stimmung. Zusammen experimentierten wir, probierten wir aus, wechselten mit Theorie ab. Und wir haben dabei ganz viel gelacht.

 

Es lief so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte, ja erträumt hatte. Und ich habe es unglaublich genossen nur Wissen und praktische Fähigkeiten zu vermitteln ohne ständig mit der Gruppendynamik beschäftigt zu sein.

Lachen im Kursraum, Freude am ausprobieren, ich empfinde heute noch die Woche wie wenn die ganze Woche die Sonne geschienen hätte.

 

Und dann kam ich wieder zurück in den Westen. Und mir fiel auf, dass schon beim eintreten die Teilnehmer Gesichter hatten wie wenn sie in eine Schlacht zögen. Als ich nicht einmal die Begrüßungsrunde störungsfrei zu Ende brachte, schnallte ich, dass es gar nicht mal nur an mir lag, sondern an den Bedigungen. Und dass ich die wahren Bedürfnisse nie und nimmer in der von den Volkshochschulen vorgegebenen Zeit erfüllen konnte. Hier hatten nur Dozenten eine Chance, die hart durchgriffen und gleich alles abwürgten und ihr Ding durchzogen. Und so wollte ich mich nicht verändern, das hätte mir persönlich nicht gut getan.

Beim Beschluß: Nie wieder Kurse! Auch wenn mir das Wissen vermitteln eigentlich schon Spaß gemacht hätte.

 

 

Blumen-und-Pflanzen-Mizi-Garten-021.jpg

 

 

Jetzt, Jahre später habe ich wieder angefangen. Zögerlich noch und in Kleinstgruppen. Ich bin noch in der Phase vom austesten, was überhaupt gebraucht wird.

 

Und gestern war ein Kurs, der hatte so eine Wirkung wie Chemnitz, aber in die andere Richtung.

Denn er hat unglaublich Spaß gemacht.

Thema war: "Der Ahnenkurs - Was Ihr schon immer übers Jenseits wissen wolltet".

 

Die Stimmung war entspannt, es kamen soooooooooooooooooo viele Fragen und ich durfte mich einfach nur drauf konzentrieren mein Wissen zu vermitteln.

Es war ein tolles Miteinander, ich habe es total genossen. Und es waren Unmengen an unsichtbaren Wesen da, deren wohlwollende Unterstützung ebenfalls gut tat. Mir hat es große Freude bereitet ein bißchen mitzuhelfen, dass sie in unserer Wahrnehmung näher gerückt sind.

 

Es sind noch viele Fragen dazu gekommen und wir werden im August weitermachen mit dem Thema. Ich freu mich schon drauf.

 

 

 

Blumen-und-Pflanzen-Mizi-Garten-011.jpg

 

 

 

Danke Euch allen, dass Ihr mir die Freude an diesem Beruf zurückgebracht habt. Und dass Ihr mir gezeigt habt, auch hier ist das Wunder von Chemnitz möglich.

Danke, dass ich als Kursleiterin so sein darf wie ich bin, einfach weil es auch hier Menschen gibt, die so viel Herzenswärme besitzen wie es mir damals im Osten aufgefallen ist.

 

Schee woars mit Eich und schee, dass des weida geht.  :-)

 

 

 

 

 

 

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