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17. Oktober 2011 1 17 /10 /Oktober /2011 12:19

Darf ich mir Handwerker wünschen, die kreativ Lösungen suchen können und denen es nicht egal ist, welchen Schaden ihr unflexibles Nicht-Wissen bei ihren Kunden anrichten kann?

 

Eine kleine Heizung im Bad sollte erneuert werden. Dass es vielleicht wichtig ist diese in der richtigen Größe zu bestellen, das wurde den Installateuren erst klar, als sie nicht zu montieren war, da - wie durch ein Wunder links daneben urplötzlich ein Knauf auftauchte, der dort schon seit den 70er Jahren angebracht war. Über eine halbe Stunde saßen 4 Handwerker auf dem Badewannenrand, starrten ratlos das Problem an, bis sie auf die glorreiche Idee kamen die Kundin zu fragen, wie sie nun das Problem lösen sollten. Meine Reaktion damals: "Ähhhhhhh, wer von uns hat denn nun die entsprechende Ausbildung - Sie oder ich?"

Okay, nach einer weiteren Stunde fand man offenbar doch eine Lösung. Ich versuchte mich in dieser Zeit möglichst weit weg vom Bad aufzuhalten, um ja nicht eine falsche Bemerkung von mir zu geben.

 

Das war übrigens die gleiche Firma, bei der insgesamt 4 mal andere Handwerker zum vereinbarten Termin kamen, nur um mich zu fragen, ob die Kollegen das dafür benötigte Werkzeug schon gebracht hätten. Ähhhm ja .......

 

Wenn es nun jemanden interessiert, ob diese Firma versucht hat diese ganzen unnötigen Anfahrten und Arbeitszeiten beider Aktionen und dieser vielen Menschen abzurechnen: Ja natürlich.

Nur hatte ich zum Glück jemanden den Auftrag für den Umbau des Bades gegeben, der sich dann selbst mit der Abrechnung rumschlagen musste.

 

Jahre später hatte ich ein kleines Problem und ließ sogar bis von München aus jemanden anfahren, nur weil mir zugetragen worden ist, dass er clever ist und zuverlässig arbeitet. War auch so. Ein herzliches Dankeschön noch einmal nachträglich dafür.

 

Es gibt jedoch Notsituationen, da braucht man schnell jemanden, mir blieb nichts anderes übrig, als erstere Firma erneut zu kontaktieren, weil schon Wasser am Boden stand.

Irgendwas, das laut dem - zugegebenermaßen sehr schnell erscheinenden - 1. Fachmann gar nicht tropfen durfte, tropfte trotzdem aus dem Boiler und lief uner das Parkett.

Ein Ersatzteil wurde besorgt, die Rechnung traf ein, es tropfte weiter.

 

2. Versuch: Der Chef kam persönlich.

Angeblich sei das Tropfen normal, weil sich Wasser ausdehnt und dann müßte das Wasser ablaufen können.

Ähhhhhhh ja, anscheinend scheint das der Kollege noch nicht gehört zu haben.

Der Trichter sei nicht groß genug, drum würde es daneben tropfen. (Kann mir bitte ein Leser erklären wieso der über 10 Jahre groß genug gewesen ist?)

An ihm war gezogen und gezerrt worden, aber es hatte alles nichts geholfen.

Ein neues Ersatzteil müsse her. Und das dauert bis Mitte der kommenden Woche.

 

Chef war gegangen, nächster Tropfanfall und nun nach dem Gezerre voll an die Wand und runter aufs Parkett, schlimmer als vorher, denn es half nicht einmal mehr die drunter gestellte Wanne.

Anruf in der Firma, Problem geschildert, einzige Reaktion: Man müsse abwarten bis der größere Trichter eintreffen würde. Auf meine Frage, was man denn nun machen könne, denn schließlich würde das Tropfen ja den Boden schädigen: Ratlosigkeit und noch einmal der Hinweis, man könne nur warten.

 

Toll.

Und genau das ist das, was bei mir dicke Fragezeichen auslöst.

Früher waren die Handwerker auch darin geschult auf ungewöhnliche Lösungen zu kommen, um einen Schaden zu verhindern. Jetzt können sie nur noch auf Fertigprodukte setzen und ansonsten hat der Kunde halt Pech gehabt.

Na und, dann ist dem sein Parkett halt ganz kaputt, soll er es halt neu kaufen und einbauen lassen ..................

Aber nicht jeder hat "die paar Tausender dafür" übrig.

 

Ich bin dann doch auf eine Lösung gekommen. Aus Alufolie habe ich mir einen Trichter selbst gebastelt.

Aber mal ehrlich, wäre das nicht eigentlich die Aufgabe des Fachmannes auf so etwas zu kommen? Schließlich hat derjenige auch mehr Erfahrung.

 

Warum ich hier in diesem Weblog drüber schreibe:

Ich glaube, das uns das alle angeht und dass es wichtig ist, von der Wegwerfgesellschaft, die Dinge nicht mehr wertschätzt, wieder zu einer Gemeinschaft an Menschen zu werden, die kreativ nach Lösungen sucht. Auch zu einer Gemeinschaft, der es nicht egal ist, wenn jemand ein Problem hat, das nicht mit einem Baukasten-Systemdenken zu lösen ist.

Wir brauchen wieder Spaß am kreativ Lösungen finden, auch gesamtgesellschaftlich.

 

Ich bin gespannt wie es Mitte dieser Woche weiter geht .....

 

 

 

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Kommentare

Shushan 10/20/2011 12:19


Hihi,
immerhin hat es für Dich eine lustige Bloggeschichte abgegeben (nix für ungut, aber ich habe mich schon ein wenig amüsiert. Aber ich habe ja auch nicht "den Schaden"). Zum Glück konntest Du Dir ja
letztendlich selbst helfen.
Und, wer weiß, vielleicht haben die Handwerker ja auch was dabei gelernt *frommerWunsch*.

Liebe Grüße!


Tatzelwurm 10/30/2011 10:59



*kicher* Süßer Wunsch ...


Es wurde bis heute noch nicht nachgebessert. Hätte ich nicht die zündende Selbsthilfe-Idee gehabt, dann wäre meine Wohnung inzwischen wohl eher ein Swimmingpool. Naja, wenn man das richtig
vermarktet, sicher eine gute Einnahmequelle. *gg*


*quer durchs Netz bis in Deinen Computer wink*


 



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