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5. November 2012 1 05 /11 /November /2012 23:06

Während eines Gesprächs mit einer Tierärztin stiegen mir heute die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate wieder ins Bewußtsein.

 

Da waren u.a.

 

... die - laut untersuchender Tierärztin - sehr stümperhafte Kastrationsnarbe der zugelaufenen Katze, die meine Freundin Mizi glauben ließ, die Katze sei also kastriert.

Resultat: Der immer runder werdende Bauch war keiner Verstopfung zuzuschreiben, sondern wurde durch die 5 Rangeln verursacht, die im Mai das Licht der Welt erblickten.

 

... der Vertretungstierarzt, der Katzen Spritzen so reinjagt, dass man vermutet, er würde sie mit seinen sonstigen Tierpatienten (Rinder und Rösser) verwechseln

 

... der junge Tierarzt, der immer erst den Einsatz naturheilkundlicher Mittel lobt, wenn man diese von einer hinzugezogenen Tierheilpraktikerin erfahren hat.

Super, so braucht man immer pro Fall zwei Behandler - ein bißchen teuer auf Dauer, oder? Schön, dass er das Wissen zwar hat, aber nicht weiter gibt.

 

... eben dieser Tierarzt, der zur Anregung des Milchflusses ein homöopathisches Mittel einsetzt, das diesen stoppen soll. Folge: Ein überaus schmerzhafter Milchstau ...

 

... den die nächste Tierärztin aus der Klinik durch Abmelken zu lösen hoffte. Ein Verfahren, bei der die Katze beinahe am durchdrehen war vor Schmerz.

Das Schmerzmittel bekam sie übrigens dann erst hinterher.

Und der Clou: In solchen Fällen bekommen die Tiere normalerweise einfach nur ein Hormon, das hilft, dass sie die Kleinen wieder ran lassen, so muss man nicht die Tiere über Wochen alle zwei Stunden "abpumpen".

 

... eben diese blutjunge Assistenzärztin war diejenige, die hilflos die drei Neugeborenen anstarrte, die mit der Nabelschnur so verheddert waren, dass sie wirkten wie Siamesische Drillinge. Diese Ärztin war sich in ihrer Arbeit so sicher, dass sie mich fragte, welche Nabelschnur sie denn als erstes durchtrennen sollte, um nichts falsch zu machen. Hä?? Wer hat denn nun die jahrelange Ausbildung genossen - sie oder ich? 

 

Unser jetztiger Patient, der Meister Wu hat auffallende Kaubeschwerden. Das Gebiß ist in Ordnung, es ist auch keine Entzündung zu sehen, laut der neuen Tierärztin. Das beruhigt schon mal.

Ihre Vermutung: Das könne höchstwahrscheinlich von den Haaren kommen, die er sich ausschleckt. Hmmm ... aber nicht bei JEDEM Essen.

Oder es sei eine Allergie. Hmmm ... aber nicht bei JEDEM Essen und nicht, wenn er offensichtlich immer mit den Zähnen "hängenbleibt" und dann den Kopf ruckartig bewegt. Das ist offensichtlich ein mechanisches Problem.

Das kann man aber nur erkennen, wenn man ihn beim Essen beobachtet. Und unsere Beschreibung war offensichtlich nicht aussagekräftig genug, um zu einer passenden Diagnose zu kommen.

 

Mir fiel zudem auf, dass man, wenn man den Mund so auf macht, dass man die Zähne betrachten kann, dass man dabei gar nicht beobachten kann, ob das Kiefer gerade drin hängt. Das wurde nicht abgeklärt.

 

Himmel, was nun?

Der Kater hatte eine Höllenpanik im Auto, man kann ihm keine Odyssee von Tierarzt zu Tierarzt zumuten.

Und die vorher aufgelisteten Erfahrungen sorgen dafür, dass eine Alternative sowieso fehlt.

Ihn jedesmal wieder runter ins Dorf fahren, wenn einem durch Recherche die nächste Sache einfällt zum abklären?

Ist das überhaupt meine Aufgabe die möglichen Gründe selbst rauszusuchen?

 

Die Tierheilpraktikerin erzählte übrigens, dass sie viele Tierbesitzer kennt, die nur deshalb den Tierheilpraktiker machten, weil sie von ähnlichen Erfahrungen total frustriert gewesen seien. 

Ich kann's verstehen.

Mein Vertrauen ist auch ziemlich geschwunden, mein Büchervorrat über Tierheilung wächst kontinuierlich, ich habe mir Skripten von Tierheilpraktikerschulen organisiert und ich besuche die ersten Kurse. ..........

 

Ganz freiwillig ist das nicht.

Andererseits, im Schamanismus ist das Thema "in der Eigenverantwortung sein" sehr wichtig. Wenn man Tiere hat, dann betrifft es eben auch diesen Bereich.

 

Und das beginnt mich wieder zu reizen.

Wie bildet man Netzwerke aus ähnlich denkenden Menschen, so dass man sich gegenseitig unterstützen kann und dass man seine Tiere mit der höchstmöglichsten Kompetenz so begleiten kann, dass es ihnen gut geht.

In Gesprächen mit befreundeten Tier"besitzern" merke ich, dass es Spaß macht das erworbene Wissen an andere so weiter zu geben, dass sie als Laien ihr Tier ganz anders betreuen können. Und in einem Netzwerk muss nicht jeder Einzelne gleich den gesamten Tierheilpraktiker machen, man kann sich gegenseitig unterstützen.

Vielleicht sind sowas wie Tierheilerkreise / Tierkompetenz-Netzwerke ein Modell der Zukunft?

Denn Verantwortung abgeben, das ist keine Lösung mehr.

 

Es muss meiner Meinung nach nicht jeder Tierarzt alles wissen, auch Fehler sind drin, denn niemand ist perfekt.

Was mir allerdings wirklich aufstößt, das waren die häufigen abfälligen Bemerkungen über Tierheilpraktiker. Deren Ausbildung sei zu schlecht und zu kurz. 

Wenn das bemängelt wird, dann muss man, finde ich, beweisen, dass man mit der langen Ausbildung echt mehr drauf hat. Und damit meine ich nicht nur Operationen und ähnliche Dinge, die nur Tierärzte machen dürfen. Dann muss ich auch auf die Wünsche eingehen und schwerpunktmäßig komplementärmedizinisch was drauf haben. Ohne einen Milchstau zu erzeugen ...

 

So, und wie kann man nun dem Meister Wu helfen, ohne ihn durch halb Bayern zu karren?

Wie erfahre ich, ob meine Vermutung, dass sein Kiefer tatsächlich schief ist und das eventuell sogar mit einem etwas angespannten Gangbild zu tun hat, ganz daneben ist oder eventuell stimmt?

Zu der letzten Tierärztin werden wir auch weiter schauen, sie hat eine gute Art mit Tieren umzugehen. Nur müssen wir uns irgendwas einfallen lassen, um Wu-Wu wirklich helfen zu können. 

 

Hat jemand schon Erfahrungen mit einem Tierosteopathen gemacht? Lohnt sich die Mühe so jemanden zu finden?

 

 

 

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Kommentare

Kiat Gorina 11/22/2012 09:03

Da muss ich mal eine Lanze brechen für junge Tierärzte! Wer sich Skripte anschaut, wie sie für angehende Tierärzte verteilt werden, wird feststellen, dass da sehr theoretisiert wird und die Praxis
vernachlässigt wird. Und wenn Studenten nachfragen, dann bekommen sie Firmenprospekte in die Hand gedrückt - nach dem Motto: Sucht euch das passende Mittel raus. Da viele Hochschulen auf Spenden
von Firmen angewiesen sind, werden so die angehenden Tierärzte auf eine bestimmte Firma und deren Produkte eingeschworen.
Sind dann diese jungen Tierärzte auf die Tiere losgelassen, dann müssen sie mühsam ihre Erfahrungen selbst sammeln. Und das dauert halt Jahre.
Oder sie haben Glück und kennen einen erfahrenen Kollegen im Ruhestand.

Tatzelwurm 05/16/2013 01:17



Liebe Kiat,


 


dass das so katastrophal ist, habe ich mittlerweile auch durch eine Bekannte erfahren, deren Nichte Tierärztin geworden ist. Die sieht auch lieber zu, dass sie selbst ihre Tiere behandeln kann
als zu ihrer Nichte zu gehen.


Wenn ich das so höre wie die Ausbildung abläuft, also ganz ehrlich, ich würde auch nicht gerne auf diese Art ins kalte Wasser geschmissen werden wollen.


 


Wir in Deutschland können wenigstens Tierheilpraktiker zu Rate ziehen, in Österreich dürfen nur Tierärzte praktizieren. Hoffentlich ist deren Ausbildung wenigstens besser.


 


Nächtliche Grüße, Monica


 


 



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