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13. März 2011 7 13 /03 /März /2011 09:42

Ein für unsere Erde nur kleiner Ruck, ein für die Erde nur kleiner Schwapp. ...

 

 

Eine für die Menschen vor Ort kaum vorstellbare Katastrophe.

Können wir es ganz erfassen wie es ist, wenn Deine Stadt, in der Du gewohnt hast, platt gewalzt ist?

Wenn Du Dich am Morgen von Deiner Familie wie immer verabschiedest hast und ab dem Nachmittag weißt Du rein gar nichts mehr von ihnen? Ob sie noch leben, wie es ihnen geht, wo sie sind?  

Wenn Du Deine Existenzgrundlage verlierst, da Dein Arbeitsplatz fortgespült ist? Dein Haus nur noch als Sperrholzplatten im Meer schwimmt?

Wie es ist, wenn Du von heute auf morgen auf Deine kleinen Rituale, die Dir Sicherheit gegeben haben, verzichten musst, da Du nun auf dem Boden einer Notunterkunft ausharren musst?

Falls Du überhaupt einen Platz in einer gefunden hast?

 

 

Ein für unsere Erde nur kleiner Ruck und unsere ganze Illusion, alles sei beherrschbar ist dahin.

Mit den Folgen eines so massiven Erdbebens klar zu kommen, das hätte schon allein alle Kräfte der Helfer und Krisenstäbe überstiegen.

Aber dann noch Tsunami, brennende Landstriche, weg geschwemmte Infrastrukturen, die als Hilfe bei einem Erdbeben gedacht waren. Wo fängt man da an zu helfen?

Und dann noch eine Kernschmelze. Nicht nur in einem AKW, nein, gleich in mehreren. ...

Wer sich mit Japan vorher schon beschäftigt hat, der weiß, das Land hat so wenig nutzbare Fläche, es gibt nichts zum ausweichen, wenn jetzt noch riesige Flächen unbewohnbar werden.

Wie viele werden nicht nur ihre Angehörigen, ihre Bleibe verlieren, sondern sogar ihre Kultur, ihr Land? Weil sie dort nicht mehr wohnen werden können?

 

 

Japan ist aus gegebenen Anlaß ein Expertenland für Strahlenschäden. Man frägt sich, wieso es Jahrzehnte später wieder von einer Strahlenkatastrophe betroffen ist.

Japan ist ein Expertenland für optimale Organisation und für ein reibungsloses Verhalten in Krisenzeiten.

Japan ist kein Expertenland für Gefühle, für psychische Krisen und der Not des Einzelnen. In dieser Beziehung reagierte Japan bisher arg hilflos. Und das macht mir am meisten Sorge für die betroffenen Menschen.

 

 

Ein für unsere Erde nur kleiner Ruck und vieles kommt ans Licht, das sonst gerne übersehen wird:

Die Kälte derjenigen, die nur die aus dem Ruder laufenden Börsenkurse im Kopf haben. Und die nun einzig sich um den Nachschub der Ersatzteile für ihren kleinen Liebling, ihrem Auto besorgt sind.

Der Automatismus der Lügen, die sofort in die mediale Welt geschwemmt werden: "Kernkraftwerke sind weiterhin sicher."

 

 

Auch meine unguten Gefühle werden hochgeschwemmt. Oder warum taucht sonst der Wunsch auf, diese ganzen atomaren Lobbyisten, die uns ständig belügen und einlullen, mögen doch nach Japan geflogen werden, um als Helfer vor Ort für die Sicherheit der drei explodierenden und schmelzenden Kerzkraftwerke eingesetzt zu werden. Warum müssen dagegen Soldaten, Feuerwehrmänner und andere Unschuldige ihre Gesundheit und ihr Leben opfern und nicht diejenigen, die aus der Ferne uns anlügen, nur weil sie an ihren Profit denken, wenn diese hochgefährlichen Kraftwerke weiter in Betrieb bleiben?

Das ist mein Punkt, an dem ich die nächsten Tage noch arbeiten werde. Solche Gefühle, solche Wünsche tauchen auf, aber sie sind nicht gerade liebevoll und mitfühlend. Und sie sind auf einem falschen Gerechtigkeitsempfinden aufgebaut.

 

 

Ein für unsere Erde nur kleiner Ruck und bei ganz vielen von uns - fern von Fukushima - tauchen Erinnerungen auf, die noch nicht bearbeitet sind. Ich erlebe bei mir, Freunden und Verwandten Erinnerungen an Tschernobyl, an die Zeiten, in der die Heimat verloren ging, an Zeiten der Flucht, der Einsamkeit, der verlorenen und vermißten Familienmitglieder, an Bilder grenzenloser Zerstörung.

Es ist die Zeit, in der massiv Gefühle auftauchen, in denen es auch in den eigenen Familien und Beziehungen bei ganz vielen massiv kracht.

Laßt uns das nicht nur weg schieben, laßt es uns anschauen. Und wer die Möglichkeit hat, auch mit den geeigneten Techniken auflösen.

 

 

Ich für mich habe gemerkt, die Arbeit der letzten Monate und Jahre hat geholfen.

Zwar ziehen mich die Bilder und die Geschichten der Betroffenen immer noch wie ein Sog an, ähnlich wie damals in der Zeit vom World Trade Center und dem Tsunami. Aber ich werde nicht mehr überschwemmt von Ängsten und retraumatisierenden Bildern.

Vielleicht habt auch Ihr die Chance Euch das, was dieser Ruck samt seinen irren Folgen bei Euch hochgeschwemmt hat, anzusehen und aufzulösen. Das würde bedeuten sich nicht hilflos den Gefühlen auszuliefern, sondern aktiv damit umzugehen.

 

Wir müssen raus aus diesem passiv alles mit uns geschehen lassen und vom ausgeliefert sein rein in ein aktives Umgehen damit. Nur so können wir Widerstand leisten und es nun durchsetzen, dass dieser Irrsinn mit den - ach so sicheren - Atomkraftwerken ein Ende bekommt.

 

Wir müssen aber genauso unseren Umgang mit Energien durchdenken. Denn diese Energieverschwendung kann ebenfalls nicht so bleiben, wenn wir Veränderungen wollen.

Das ist auch ein Punkt, an dem ich in der nächsten Zeit arbeiten werde.

 

 

 

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