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15. Mai 2013 3 15 /05 /Mai /2013 21:03

Die Nachbarn wissen von unserem spirituellen Stammtisch und auch in etwa, was meine Freundin und Kollegin Mizi (www.transcensus.de ) so machen.

Drum wurde ich in letzter Zeit ein paar mal gefragt, ob denn eine gewisse Gruppe in Rosenheim eine Sekte sei oder nicht.

 

Im Rahmen meiner Ausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik habe ich mich mit dem Thema etwas näher befaßt. Es gibt ein paar Kriterien, nach denen man sich Gruppierungen genauer anschauen kann, um Klarheit zu gewinnen.

 

Wobei es immer Momentaufnahmen sind.

Manche Vereinigung ist offensichtlich keine Sekte, aber sie müssen aufpassen, damit sie nicht irgendwann eine werden.

Andererseits gibt es noch viele Osho-Anhänger, aber die Sektenstruktur hat sich (meines Wissens nach) nach dem Tod des Gurus aufgelöst.

Wachsam zu sein, das ist also immer nötig.

 

 

 

Was mir Sorgen bereitet, das ist die fehlende Informationspolitik.

Welche Jugendlichen wissen denn heute noch etwas über Sekten und ihre Gefahren?

Welche Eltern sind in der Lage Gruppierungen zu beurteilen oder wissen wo man sich Informationen oder Hilfe holen kann?

 

 

 

Kriterien, nach denen ich persönlich Gruppierungen betrachte:

 

1.) Offenheit für Ansichten anderer Menschen

 

2.) Sind Kontakte ausserhalb der Gemeinschaft etwas völlig normales, erwünscht und erlaubt? Oder werden die Mitglieder künstlich abgeschirmt?

 

3.) Müssen sich die Mitglieder für die Kursgebühren u.U. sogar verschulden, da diese so uferlos hoch sind? Oder wird ihr Vermögen gleich ganz eingezogen?

 

4.) Wird ein Mensch (oder ein Teil der Gruppe) künstlich erhöht? Oder sorgt der Meister von sich aus, dass er nicht als "Gott" angesehen wird?

 

5.) Wird mit Angst manipuliert? Beispiel: Das Ende der Welt naht und nur bestimmte Menschen werden von Gott errettet werden oder gar von Aliens hochgebeamt (das ist jetzt kein Witz).

 

 

 

Was Angehörige oder Freunde oft fälschlicherweise als ein Kriterium für eine Sekte ansehen, das sind folgende Punkte:

 

a) Die Ansichten des Mitglieds wird als komisch, skuril, seltsam oder was weiß ich noch alles angesehen.

Warum ist das für mich kein Kriterium?

Das Weltbild eines Familienangehörigen kann sich auch in kurzer Zeit sehr stark wandeln, Gedankenmuster werden über den Haufen geschmissen und man erlebt die Wirklichkeit anders als früher. Das kann sehr positiv sein, aber Angehörige und Freunde ziemlich erschrecken, die sich den alten Menschen zurückwünschen, um nicht selbst an ihrem eigenen Weltbild arbeiten zu müssen.

 

b) Und damit hängt auch der nächste Punkt zusammen.

Die Beschäftigung mit Spiritualität und esoterischen Themen verändert einen. Und oftmals wandelt sich dadurch auch komplett der Freundeskreis. Das kann schmerzhaft sein, aber auch sehr befreiend.

Man hat irgendwann einfach nicht mehr die gleichen Themen.

Mich interessierten weder Mode, noch Musikrichtungen, Sportereignisse oder gar irgendwelche Prominenten oder Fernsehserien. Alte Freunde dagegen fanden unsichtbare Wesenheiten, Jenseitskontakte und Co beängstigend. Über was soll man dann noch reden? Wie oberflächig werden die Gespräche, wenn alles vermieden wird oder einer ausschließlich zuhört und seinen Mund hält, um nicht anzuecken? 

Auch Ehen und Lebensgemeinschaften können so auseinander brechen, wenn sich nur einer der Partner spirituell weiter entwickelt und der andere alles u.U. sogar komplett ablehnt.

 

 

 

Es gilt also schon sehr genau hinzuschauen, wenn man wissen will, ob jemand in einer Sekte gelandet ist oder sich einfach nur in eine Richtung entwickelt, mit der man selbst nichts anfangen kann.

 

Hilfen geben Sektenbeauftragte, aber auch Informationsseiten im Internet.

Wenn man Kinder und Jugendliche hat, dann sollte man sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen, finde ich. Und diese Infos unbedingt weiter geben, damit die Jugendlichen die Kompetenz erwerben sich genau anzusehen, ob das etwas für sie ist oder ob es sie eher gefährdet. Denn man darf es nicht unterschätzen, auch wenn man darüber nicht mehr in der Öffentlichkeit spricht, Sekten gibt es leider sehr wohl immer noch. Sie sind nur nicht mehr so leicht zu erkennen wie in den 70er und 80er Jahren.

 

 

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