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10. Juni 2011 5 10 /06 /Juni /2011 13:29

Zum x-ten mal werde ich per E-Mail darüber informiert, dass jeder seine schamanischen Kräfte aktivieren kann. Und dann kommt das Angebot für ein Basis-Schamanismus-Seminar.

 

Ich weiß nicht, bin ich da die Einzige, die der Meinung ist, dass es nicht jeder lernen kann?

Okay, gewisse Techniken zu benutzen, das lernt man vielleicht schon.

Aber wie steht es damit schamanisch zu arbeiten und

- dabei gesund zu bleiben

- sich keine unguten Energien einzufangen, mit denen man dann nicht klar kommt

- nicht zwischen die Fronten rivalisierender Kräfte zu geraten

- nicht die eigene Familie in Situationen zu bringen, die das Leben mühsam machen

- nicht mit einer dunkelgrauen Aura rumzulaufen und vollkommen blockierten Chakren?

 

 

Mond-und-Krafttiere-020.jpg

 

 

 

Viele interessieren sich für den schamanischen Weg, weil er gerade in ist. Aber sie wollen sich eigentlich nur mit den lichtvollen Seiten beschäftigen. Schattenarbeit macht ihnen Angst. Die gehört aber unbedingt dazu.

 

Wie viele arbeiten als Schamanen und werden einen einfachen Dämon nicht los? Und zwar, weil ihnen solche Wesen derart unangenehm sind, dass sie sie lieber vollkommen ignorieren anstatt tatvoll mit ihnen umzugehen?

Passiert das einem Anfänger, sag ich ja nichts. Aber bei Menschen, die andere darin ausbilden schamanisch tätig zu werden, da tauchen dann vor meinen Augen schon Berge an Fragezeichen auf.

 

Oder, wie sehr sind diejenigen in ihrer Kraft, die zum arbeiten immer ihre Wedel brauchen und andere Ritualgegenstände, die aber nicht in der Lage sind, Gebrauchsgegenstände spontan zu diesen zu machen? Oder die vielleicht gerade noch auf so eine Idee kommen und dann hinterher vergessen die Gegenstände wieder in ihre ursprüngliche Funktion zu transformieren?

 

Etwas auslösen, klar, das kann man schnell in wenigen Wochenenden lernen.

Aber warum werden Menschen in die Arbeit geschickt, die bestimmte Ereignisse noch nicht einmal als Reaktion auf ihr eigenes Tun erkennen können? Was ist eine "Ausbildung" wert, wenn anschließend Ursachen von Ereignissen immer noch im Gegenüber und im Außen gesucht werden?

 

Da wird schamanisch / magisch gearbeitet, es passieren in der Familie haufenweise Unfälle und schwere Krankheiten treten auf und niemand kommt auf die Idee mal nachzuforschen, ob da vielleicht ein Zusammenhang besteht. Aber hallo???

 

Man lernt schnell etwas zu bewirken, aber es wird in diesen kurzen Ausbildungen nie gelehrt Gesamtzusammenhänge anzuschauen. Das Weltbild bleibt genauso klein wie vorher und "dunkle Themen" bleiben außen vor, weil das manche Damen zu sehr belasten würde.

Sich genau mit diesen Dingen auseinanderzusetzen (und zwar intensiv) wäre dringend nötig, wenn man verantwortungsbewußt mit sich und andern umgeht. Es fehlt jedoch die Zeit dazu, da niemand von den Teilnehmern dran Interesse hat.

 

Genau deswegen habe ich Zweifel dran, dass es wirklich jeder lernen kann.

Denn viel zu viele der Interessenten wollen nur Teilbereiche der Arbeit sehen. Die, die schön sind, lichtvoll und bunt, voller Freude.

Und da sie davon überzeugt sind nach einer Ausbildungsreihe alles Wesentliche zu beherrschen, kommen sie auch erst ziemlich spät zu Kollegen, wenn es schon lichterloh brennt. Sowas wie Supervision ist in diesem Bereich nämlich auch nicht selbstverständlich.  Braucht's ja auch nicht ...

 

Warum sind in den traditionellen Kulturen die Schamanen so lange in Ausbildung?

Warum meinen dagegen viele hier, das alles könne man nebenberuflich an ein paar Wochenenden erlernen?

 

Ich glaube nicht, dass es jeder lernen kann.

Und das ist der Hauptgrund: Die meisten wollen es schnell erlernen, ohne viel Zeit zu investieren. Und bleiben somit in einer Ausbildungsebene hängen, die es gefährlich macht, wenn sie da den Glauben entwickeln, sie wären jetzt vollständig ausgebildete Schamanen. 

Hier sind die wenigsten bereit den gleichen Einsatz zu bringen wie Schamanenschüler in anderen Kulturen. Und die meisten wollen dabei auch noch die nötige "Schattenarbeit" aussparen.

Das kann nicht gut gehen.

 

Jeder kann es lernen! - eine nette Illusion also. In meinen Augen zumindest.

 

 

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Published by Tatzelwurm - in Schamanismus
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Kommentare

Sabienes 06/11/2011 12:30


Na, dann habe ich dich zu schnell verstanden! ;-)
Sabiene


Tatzelwurm 06/14/2011 07:03



Liebe SaBiene,


manchmal bring ich das nicht richtig rüber, was ich eigentlich sagen will. Aber drum kann man ja nachfragen oder wie hier drüber diskutieren.


Dir einen schönen Tag, liebe Grüße, Monica *quer durchs Netz wink*



Sabienes 06/10/2011 20:59


Ich bin da ganz deiner Meinung!
Schamanisches Arbeiten ist etwas anderes, als mal eben eine Meditation mit Kerzen und ein bisschen Räuchern zu machen.
Ein Schamane kann eine ziemliche Macht ausüben, ich habe das selber mal erlebt und mich sehr erschrocken.
Aber man kann jederzeit einen spirituellen Weg einschlagen und von Schamanen oder Hexen oder spirituellen Menschen lernen.
Andererseits gefällt mir an der ganzen Frage, bzw. Aussage nicht, dass hier schon wieder ein Schubladendenken mit hierarchischer Struktur stattfindet. Sowas mag ich ja gar nicht.
LG
Sabiene


Tatzelwurm 06/11/2011 00:09



Liebe SaBiene,


hierarchische Struktur, nee, dann hab ich das so geschrieben, dass es falsch rüber kommt.


Ich bin schon der Meinung, dass es jeder Mensch lernen könnte. Auch unabhängig vom Bildungsgrad.


 


Grenzen gesetzt werden nur vom Durchhaltevermögen und der Vorstellung wie intensiv die Ausbildung sein darf.


Beispiel: Etliche Menschen in meinem Umfeld haben den Wunsch geäußert sie würden gerne so arbeiten wie ich, was Clearing und Bayrisch Feng Shui betrifft. Ob ich nicht eine Ausbildung anbieten
könnte. Gut, habe ich gemacht. Aber als klar wurde wie viel man dafür lernen muss, war es ihnen zu viel. Was bei mir dahinter steckt an Literaturstudium, an Stunden voller Analysen von Bauplänen,
an Übungen mit Farben und Formen, einem kompletten Fernkurs in Raumgestaltung, etlichen Fernkursen an der FernUni Hagen, das wurde nicht wahrgenommen. Man sah nur wie schnell ich Ursachen von
Störungen finde und mich in Räumen zurechtfinde, wie leicht es mir fällt über Zusammenhänge aufzuklären.


Es fragten dann einige, ob ich ihnen das denn nicht in einem einzigen Wochenendseminar beibringen könnte. Sie würden auch gerne so arbeiten, aber halt ohne so viel Zeit rein zu stecken.


Schnupperabende ins Thema biete ich auch an, aber dann ist das keine Ausbildung, die einen befähigt wirklich ernsthaft mit Räumen und Grundstücken zu arbeiten, so wie gewünscht.


 


Und so ist es mit dem Schamanismus ähnlich.


Feng Shui und Clearing lernen, das hätten wirklich alle können. Aber es fehlte nicht die Fähigkeit, sondern eine ganz andere Voraussetzung: der Wille sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen
und zwar über eine sehr lange Zeit.


 


Das hat nichts mit Hierarchie zu tun. Denn wäre die zweite Voraussetzung (Geduld und Durchhaltevermögen) vorhanden, dann könnte es wirklich jeder lernen.


Ich hoffe es ist nun besser rüber gekommen, was ich meine.


 


Liebe Grüße, Monica


 



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  • Folgende Dinge biete ich an: Geistheilung, schamanische Techniken, Seminare, sowie energetisches Arbeiten mit Menschen, Tieren, Elementarwesen und Orten.
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