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24. Juni 2012 7 24 /06 /Juni /2012 21:44

Da wirbt ein großer esoterischer Anbieter damit, dass man "die Wahrheit der Karten" erleben kann.

 

Aber gibt es die eine Wahrheit überhaupt?

 

Wer sich schon mal auf esoterischen Messen von verschiedenen Beratern hat beraten lassen, der weiß dass "die Wahrheit" zu dem immer gleichen Thema komplett verschieden dargestellt werden kann.

 

Warum?

 

Die Karten können nur so weit interpretiert werden wie das Weltbild des Kartenlegers reicht. Denn alles außerhalb dieses Weltbildes existiert nicht.

Arbeitet jemand ständig dran es immer mehr zu erweitern, dann ist das für den Klienten hilfreich. 

Oder würde ihm das im Gegensatz zu sehr Angst machen, so dass er dafür sorgt, dass es möglichst immer gleich bleibt? Dann wird auch die Deutung eng und klein.

 

Der zweite Aspekt, der dafür sorgt, dass es "die Wahrheit" gar nicht geben kann: Die meisten Kartenleger interpretieren die Karten bei allen immer auf diesselbe Art und Weise. Dabei ist die Bedeutung bei jedem Kunden eine ganz eigene. Und die gilt es zu erarbeiten.

Ob das in einem eng gesteckten Minutentakt geht, das ist die Frage.

 

Schon wie ein Beratungsgespräch geführt wird, kann die Lebenssituation des Klienten verändern.

Aber auch wie ihn die Karten anregen. Mancher geht raus aus dem Haus und ist schon gedanklich intensiv dabei seine Zukunft konkret zu verändern, weil ihn einiges im Gespräch nachdenklich gemacht hat. Gewisse Dinge können dann schon ganz anders eintreten als vielleicht eine Stunde zuvor möglich gewesen wäre.

 

Wenn mir etwas als "die Wahrheit" verkauft wird und ich richte mich zu starr danach, dann bin ich nicht mehr flexibel genug und u.U. nicht mehr tief in meinem Gespür drin für das, was mein Weg und Lebensplan ist.

 

Meiner Meinung nach gibt es "die Wahrheit" nicht, also kann ich sie auch gar nicht aufzeigen.

Es gibt einen Weg. Und zwar einen von vielen und bei der Auswahl dieser kann ich jemanden unterstützend zur Seite stehen.

 

Den Wunsch nach "einer Wahrheit" kann ich verstehen. Angenehm, wenn einem die vorgesetzt wird, das gibt einem (die Illusion von einer) Sicherheit.

Aber so sucht man etwas im Außen, das man sich eigentlich innen erarbeiten müßte, um wirklich sicherer zu werden.

 

Kartenlegen macht Spaß, ist bereichernd und wirklich hilfreich dabei wieder einen Plan zu bekommen wie es weiter gehen könnte. Aber sucht Euch bitte jemanden, der Euch keine "Wahrheit" vorsetzt, sondern der genug Erfahrung und Weitblick hat, um Euch bei Eurer eigenen Innenarbeit mit den Karten zu unterstützen.

 

 

 

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Kommentare

Kiat Gorina 11/03/2012 00:57

Magische Gegenstände selbst herzustellen ist stets besser, als industriell gefertigte Ware zu kaufen. Wer fortgeschritten ist, braucht solche Gegenstände nicht mehr. Aber das ist meine persönliche
Erfahrung. Einige meiner Lehrer schlossen einfach ihre Augen und sie wussten Bescheid. Die Kommerzialisierung hat ja hierzulande seit langem auch den esoterischen Bereich erfasst. Und das ist sehr
schade :-((

Tatzelwurm 11/06/2012 01:44



Liebe Kiat,


 


da gebe ich Dir recht, man braucht sie nicht unbedingt.


Ich sehe die Karten auch eher als eine Art wertvoller Tradition des Sehens / Orakelns / Losens. Und dann macht es auch Sinn das genau so weiter zu geben.


Es muss nicht noch etwas verloren gehen von unseren alten Wurzeln, vor allem nicht so etwas farbiges, spielerisches.


 


Nächtliche Grüße, Monica (*grins* Diesmal war ich schneller mit dem Kommentar, der Mensch ist also doch steigerungsfähig)


 



Kiat Gorina 08/19/2012 08:21

Wahrheit der Tarotkarten ist totaler Quatsch! Was passiert beim Kartenlegen? Die Legerin erhält Bilder angesichts der Kombination der Karten und das interpretiert sie - mittels ihrer
Lebenserfahrung und mit ihrer Sensitivität. Wer fortgeschritten ist, braucht keine Karten mehr. Ja, Karten sind da nur hinderlich!

Tatzelwurm 10/31/2012 22:31



Liebe Kiat,


*hüstel* das ist jetzt auch so ein blitzschnell frei geschaltener Kommentar. *rot anlauf*


Ja und nein. Bilder prägen sich schon manchmal tiefer ein als Worte und können einen deshalb länger begleiten, so dass man sich auch länger mit den Themen beschäftigt und vielleicht das eine oder
andere im Leben verändert. Sie prägen sich allerdings nicht bei der üblichen Art zu legen ein, denn dazu liegen viel zu viele Bilder auf dem Tisch. Drum arbeite ich ganz gerne mit ganz, ganz
wenigen Karten und dafür viel Selbstreflexion. Aber wie schon erwähnt, das ist den meisten zu viel an Eigenaktivität.


Was ich sehr empfehlen kann, die Karten selbst herzustellen. Das kann u.U. ein paar Wochen dauern, bis man fertig ist, aber man hat zu ihnen einen ganz andern Bezug. Hast Du so etwas schon mal
gemacht?


Liebe Grüße, Monica


 



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  • Folgende Dinge biete ich an: Geistheilung, schamanische Techniken, Seminare, sowie energetisches Arbeiten mit Menschen, Tieren, Elementarwesen und Orten.
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