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5. Dezember 2013 4 05 /12 /Dezember /2013 22:31

Von mehreren Seiten bekam ich in den letzten Tagen mit, dass Kinder von allzu heftigen Perchten massiv erschreckt worden sind.

 

Was bitte machen Perchten jetzt schon auf den Straßen?

Traditionell sind sie eigentlich in den Rauhnächten zu finden und in manchen Gegenden zum Winteraustreiben. Hmmm ... aber mal ehrlich, der Winter hat hier ja noch nicht einmal richtig begonnen, wen oder was will man denn da schon austreiben?

 

Was hat das noch mit Tradition zu tun, wenn man sie jetzt sogar schon auf Christkindlmärkten findet?

Perchten sind keine Krampusse. Sie sollten auch nicht am Nikolausabend ihr Unwesen treiben.

 

Geht es da einigen Perchtengruppen um den wahren Sinn von Perchtenläufen oder nur noch um Action?

Bei letzterem kann es freilich passieren, dass die Recherche (und die ginge sogar ganz rasant über Wikipedia) so kurz gerät, dass man einfach alle wilden Figuren wahllos in einen Topf wirft.

 

Und wieso müssen die Masken immer brutaler werden? Gar so erschreckend, dass sich manche Kinder weigern noch einmal auf einen Christkindlmarkt zu gehen aus Angst heraus solchen Alptraum-fördernden Gruppen erneut zu begegnen. Das kann's doch echt nicht sein.

 

Die alten Schiachperchten, die man noch in Heimatmuseen finden kann, die waren auch furchteinflössend, aber man konnte an der Schnitzart erkennen, dass sie nicht reale Figuren sind. Viele der alten Masken sind ästhetische Meisterwerke bäuerlicher Handwerkskunst. Es ist kein Zufall, dass sie über Generationen hinweg ähnlich geschnitzt worden sind.

 

Zu einer Perchtengruppe gehören eigentlich auch ganz bestimmte Rollen und Gegenspieler (siehe Auflistung bei Wikipedia). Wo sind diese beispielsweise bei der Raublinger Gruppe noch zu finden?

Geht es hier vielmehr nicht nur ums Machtausüben und erzeugen von Angst bei den Besuchern?

 

Bei den Perchtengruppen ist es ähnlich wie bei den Christkindlmärkten. Jedes Dorf braucht inzwischen einen eigenen.

Was aber sind die Folgen? Reizüberflutung und Übersättigung anstatt einer besinnlichen Vorbereitung auf die Weihe-nacht. Hmmm ...

 

Die Kirchseeoner haben sich die letzten Jahre echt dafür eingesetzt den Brauch wieder bekannter zu machen. Das, was jetzt aber in vielen Orten angeboten wird, das macht meiner Meinung nach diese Arbeit wieder kaputt.

 

Ich glaube, ein Umdenken ist wieder nötig.

 

 

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Kommentare

Christoph 12/17/2013 09:15

Servus Monica,
finde ich gut Deinen Hinweis. Ich kenne die Kirchseeoner Perchten schon lange- deren Ansatz ist traditionell und brauchtumsorientiert. Was ich bei so manch anderen Veranstaltungen sehen-
haarsträubend und geeignet bei Kindern und auch Erwachsenen Traumabehandlungen durchzuführen!
Dein Chrstoph

Tatzelwurm 12/19/2013 00:35



Hallo Christoph, da stimme ich Dir voll und ganz zu.


Das Raabenweib aus dem Ybbstal schrieb sogar von Rammstein und anderen Entgleisungen. Von Tradition - selbst wenn sie mit Jahren Pausen wiederbelebt wurde - spürt man oft nicht mehr viel. Z.B.
liefen ursprünglich in vielen Orten nur 12 Perchten (für jeden Monat), jetzt schreiben die Rosenheimer Nachrichten davon, dass in einigen Orten ganze Horden prügelnd und besoffen
umhergezogen sind. Wie viel Frust muss in unserer Gesellschaft mittlerweile stecken, so dass so vieles mit guten Ansätzen nur zum saufen und um sich schlagen genutzt wird ... Hm ...


Liebe Grüße quer durchs Netz, Monica



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