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21. Mai 2012 1 21 /05 /Mai /2012 22:35

Pfarrer reden oder schreiben doch immer wieder gerne abfällig über alternative spirituelle Angebote, der sogenannten Patchwork-Religion.

 

Aber mal ehrlich, was ist daran so schlimm?

 

Okay, es ist eine wachsende Konkurrenz, vor allem in Zeiten, in denen die Schäfchen reihenweise austreten, weil sie gewisse Berichte über Kirchen schockieren oder weil sie mit dem nichts anfangen können, was die Kirche sagt und anbietet. Und das kann natürlich schon Angst machen, denn richtig flexibel auf die Erfordernisse neuer Zeiten konnte sich die Kirche noch nie so recht einstellen.

 

Das zweite, das Geistliche beunruhigen könnte, das ist der Umstand, dass es in den Kirchenkreisen wahnsinnig viele Vorurteile gibt, aber wenig wirkliches Erfahrungswissen über Esoterik und alternative spirituelle Angebote. Man will mit sowas ja nichts zu tun haben, schließlich lehnt man es ja ab. Hmmm ... keine gute Voraussetzung für einen gemeinsamen Dialog. Und ganz ehrlich? Eine noch viel schlechtere Voraussetzung dafür verlorengegangene Schäfchen wieder zurück ins Boot zu holen. Denn ich kann nicht erfolgreich über etwas diskutieren, wenn ich nur neue Mauern aufbaue.

 

Mich nervt dieses Abstempeln der Patchwork-Religion. Nicht diese an sich.

Vieles spricht für genau diese ... nein, Religionsform ist sogar der falsche Begriff ... es ist eher eine Form der gelebten Spiritualität.

 

Patchworker

- sind in spiritueller Hinsicht offener für das Unbekannte,

- überwinden leichter spirituelle Grenzen,

- haben weniger Vorurteile,

- sind weltoffener,

- wissen sogar mehr über Religionen als Praktizierende einer einzigen Religionsrichtung. Dies hat eine wissenschaftliche Studie bewiesen, in denen die Probanden Fragen über verschiedene Religionen beantworten sollten. Das größte Fachwissen hatte witzigerweise die Gruppe der Atheisten.

 

Patchworkern wird immer wieder gerne vorgeworfen sie würden nie ernsthaft in eine Religion einsteigen und die dazu gehörigen Praktiken intensiv genug ausüben. Aber wie viele von den (angeblichen) Christen machen das denn noch?

  

Pfarrer und Pastoren reden gerne viel von Toleranz und dem Miteinander, aber mal ehrlich, beides hört doch häufig an der eignen Religionsgrenze auf. Was ist das z.B. schon für ein Theater, wenn Katholiken und Protestanten zusammen das Abendmahl feiern wollen und das vielleicht auch noch verbotenerweise durchziehen?

 

Wenn man sich mit vielen Religionen beschäftigt, sowie anderen spirituellen Wegen, dann fasziniert irgendwann vor allem eines, dass es ganz, ganz viele Gemeinsamkeiten gibt. Nur die Sprache ist eine andere, ebenso die Rituale, aber im Kern geht es um Friedfertigkeit und Liebe. Unglaubliche Perlen gibt es in jeder Religion und es ist einfach schön, wenn man sieht dass wir gar nicht mal so verschieden sind.

 

Liebe Priester und Pastoren, ich werte Eure Arbeit nicht ab, macht das bitte auch nicht mit meinen Interessen und meiner Art der Spiritualität. Sie ist wertvoll, nicht so was wie eine Art Resteverwertung von religiösen Glaubenssätzen oder für was Ihr Patchwork-Spiritualität sonst noch haltet.

Mich persönlich hat die Beschäftigung mit den verschiedenen Religionen unglaublich bereichert.

 

 

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