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27. Juli 2011 3 27 /07 /Juli /2011 07:59

"Sollen Eltern ihren Kindern von Fukushima erzählen?" wurde ich gefragt.

 

Ja, unbedingt!!!

 

Die Kinder bekommen ja überall was davon mit. Und wenn Eltern meinen sie schonen zu müssen und nicht darüber sprechen, dann entsteht ein Tabu, das alles andere als hilfreich ist. Manchmal entsteht sogar in den Kindern das Gefühl ihre Eltern schonen zu müssen, indem sie nicht darüber sprechen.

 

Spricht man es nicht an, dann bekommt man auch nicht mit, wenn in den Kindern völlig irrationale Vorstellungen und Phantasien entstehen. Man kann dann nicht regulierend und beruhigend eingreifen.

 

Selbst wenn man nicht drüber sprechen würde, es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, wie Kinder davon erfahren können. Beispiele:

- Es bekommt was von den täglichen Nachrichten mit.

- Im Auto wird der Verkehrsfunkt abgehört und zwischendurch kommen Meldungen.

- Die Nachbarn reden darüber.

- In der Kita oder auf dem Spielplatz verarbeitet ein anderes Kind das Gehörte im gemeinsamen Spiel.

 

Drum ist wichtig: Nie verheimlichen, auch nicht verharmlosen. Aber kindgemäß erzählen (einfach und ev. mit selbst gemachten Zeichnungen) oder auf spezielle kindgemäße Erklärungen im Netz zurückgreifen, die man sich gemeinsam ansieht und dann darüber spricht. Und nicht dramatisieren.

Man muss auch nicht die ganze Tragweite bringen, es reicht, wenn die Kinder mit all ihren Fragen kommen können und das Signal bekommen, dass sie das jederzeit erneut tun können.

 

Übrigens, das betrifft nicht nur Fukushima, sondern alle erschreckenden Ereignisse. 

Auch bei einem Amoklauf oder Terroranschlag entstehen massive Ängste und vor allem die Frage, ob ihnen so etwas auch passieren könnte.

 

 

Weiterführende Infos: Wie kann man Kindern helfen Fukushima zu verarbeiten

 

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Published by Tatzelwurm
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Kommentare

Sabienes 07/27/2011 14:06


Ich habe mit meinen Beiden den 11. September ungläubig sitzend vor dem Fernseher überstanden, da waren die erst 9, bzw. 13.
Was uns damals einte war das Entsetzen über diese Tat und die Gespräche darüber.
Und später die Erkenntnis, dass dies alles mit unseren türkischen Freunden gar nichts zu tun hat.
Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, solche Szenarien gemeinsam in der Familie durchzustehen, denn in einem solchen Kreis kann man Wege und Erklärungen finden.

Aber je kleiner die Kinder sind, um so wichtiger ist das schon, die richtigen Worte zu finden und vor allen Dingen das Maß.

Auch das ist machbar

LG


Tatzelwurm 07/28/2011 10:51



*zustimm*


Wochen nach dem Anschlag habe ich einen guten Artikel gelesen, in dem es darum ging, dass wir sehr behutsam mit diesen Bildern umgehen sollten, da auch sie traumatisieren und somit ein
Posttraumatisches Belastungssyndrom auslösen können. Dazu muss man gar nicht mal dabei gewesen sein. Solche Bilder treffen einen ja meist unvorbereitet und dann sind Gespräche darüber umso
wichtiger. Für jede Generation.


Liebe Grüße, Monica



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  • Folgende Dinge biete ich an: Geistheilung, schamanische Techniken, Seminare, sowie energetisches Arbeiten mit Menschen, Tieren, Elementarwesen und Orten.
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