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5. Januar 2012 4 05 /01 /Januar /2012 10:00

"Gibt es auch ungünstige Rituale?", das war eine gestrige Frage, Rituale, die man besser sein lassen sollte.

 

Oh ja, da fallen mir nicht grad wenige ein und diese Liste ist sicher noch zu ergänzen.

 

Da sind zum einen die Rituale ohne Herz. Die einfach gemacht werden, weil man sie "halt immer schon gemacht hat". Aber eigentlich ist man überhaupt nicht mit dabei.

Beispiele: Friedhofsbesuche, weil die Eltern das wollen, kirchliche Veranstaltungen, in denen man nur innerlich maulend drin sitzt und die Minuten zählt. Alles ohne Herz ist Zeitverschwendung und nicht selten sogar unehrlich.

Sein lassen sollte man sie, weil man sich dadurch den Zugang zur echten Spiritualität versperrt. Man verbindet mit Spiritualität dabei nur etwas wie innere Leere und Langeweile, dabei kann echte Spiritualität einen weiter bringen und sehr spannend sein.

 

 

Dann gibt es die Rituale, von denen man keine Ahnung hat und deren Folgen man überhaupt nicht durchblickt.

Beispiel: Man ist traurig und verletzt, dass sich der Partner von einem abgewendet hat und anstatt an genau dem Problem zu arbeiten, kommt man auf die blöde Idee einen Liebeszauber einzusetzen. Entweder alleine nach Anleitungen aus Büchern oder dem Netz oder man geht zu jemanden, der das professionell in Form einer sogenannten Partnerrückführung anbietet. Ist ja alles angeblich nur weiße Magie.

Aber schon mal überlegt, was dran weiß, also positiv sein soll, wenn man übergriffig ist und den Willen des (Ex-)Partners vollkommen mißachtet? Wenn der überhaupt nicht gefragt wird, ob er in derartige karmischen Verwicklungen miteinbezogen werden will?

Schon mal bedacht, dass Formulierungen wie "für immer und ewig" für Verstrickungen über Inkarnationen hinweg sorgen? Und dass man, wenn man selbst irgendwann genug von einer eh schon nicht funktionierenden Partnerschaft hat, dann selbst auch nicht so leicht raus kommt?

Wie viele Leute kennt Ihr, die in Beziehungen stecken, die sie schon ewig lange beenden wollen und sie kommen nicht raus? Und wie viele von diesen Menschen wissen nicht mal wirklich wie es passieren konnte, dass sie überhaupt in dieser quälenden Beziehung gelandet sind. Schon mal dran gedacht, dass das auch durch solch einen Schmarrn verursacht worden sein könnte?

Bei den meisten Ritualen dieser Art wird nicht weit genug gedacht. Drum lieber die Finger davon lassen.

 

 

Auch lieb gewonnene Rituale, die einem sehr wichtig sind, sollte man lassen, wenn man dafür nicht ausreichend Zeit hat, um sich voll und ganz drauf einzulassen.

Beispiel: Meine Umzugsphase.

Für mich sind die Tage zwischen den Tagen, sprich die Rauhnachtszeit, eigentlich unglaublich wichtig. Es ist eine ganz besondere Schwelle, die ich gerne bewusst übertrete.

Aber diesmal war so viel um mich rum los, dass ich kein Gefühl für die Weihe-Nacht hatte, auch nicht für den Jahresübergang und erst recht nicht für die Wilde Jagd.

Mir wird es sicher nachträglich fehlen, dass ich diese Zeit völlig ohne meinen lieb gewonnenen Ritualen erlebt habe. Aber es wäre ein Schmarrn etwas zu machen, ohne voll dahinter zu stehen.

Wenn wirklich wieder irgendwann Ruhe eingetreten ist und mir wieder nach Ritualen ist, dann werde ich mir zu dieser Zeit etwas Neues suchen. Auch der Übergang von der Hektik zur Ruhe ist ja eine Schwelle und jedes wichtige Ankommen im Leben sollte eh zelebriert werden. Ich glaube, dann ist auch das ganz tiefe Bedürfnis nach Ritualen wieder da, das man dafür braucht.

 

 

Unnötige Rituale, da fallen mir aber auch folgende Dinge ein:

- Steinsetzungen (zu Spiralen, Stoamandln,...) ohne die Steine vorher zu fragen, ob sie überhaupt mitmachen und versetzt werden wollen.

- In Mode gekommene Pseudorituale in Megaevents, in denen ursprünglich Traditionelles kopiert wird, aber ohne den spirituellen Geist dahinter. Das ist eigentlich nur Ablenkung vom Eigentlichen, spiritueller wird man dadurch nicht. Und das Leben bleibt genau so leer wie zuvor, weil es nicht wirklich was im Leben geändert hat. Man war kurzfristig unterhalten, das war's.

- Bei Ritualen von Gruppen und anderen Menschen mitzumachen, das kann helfen ein Gespür dafür zu entwickeln. Wichtig jedoch ist es, dass man da draus irgendwann eigene Rituale entwickelt. Sie müssen zu einem passen und dürfen nicht starr gelebt werden. Ich muss mit dem ganzen Herzen dabei sein und da ich ja nicht immer gleich drauf bin, sind auch die Rituale immer anders. Rituale müssen leben und zu einem Bedürfnis werden.

Unnötig werden sie, sobald ich mein Herz verschließe und somit auch den Kontakt zur Geistigen Welt und wenn Rituale mechanisch absolviert werden.  

 

 

Nicht direkt unnötig, aber durchdenkenswert sind meiner ganz persönlichen Meinung nach Rituale in viel zu großen Gruppen. Einer oder mehrere Ritualleiter machen was in der Mitte, Massen stehen drumrum und bewegen sich in irgendwelche Himmelsrichtungen, wenn sich die andern bewegen, haben aber keine Chance überhaupt zu hören, was in der Mitte gesprochen wird und warum man was macht.

Warum ich Zweifel an dem Nutzen habe? Schaut mal in die leeren Gesichter während solcher Veranstaltungen. Wie wenig haben da die Chance ergriffen zu werden und was zu spüren?

Es kommen ja Menschen, die auf der Suche sind nach Spiritualtitä, verpaßt man da nicht eher die Chance, dass sie etwas finden, das sie reizt näher kennenzulernen. Ich weiß es nicht.

Ich mache selbst ja hin und wieder bei solchen Treffen mit, noch weiß ich nicht, ob und wie es anders vielleicht sinnvoller wäre.

 

 

 

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Published by Tatzelwurm - in Schamanismus
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