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7. April 2011 4 07 /04 /April /2011 08:55

Es war ein immer wieder kommender Alptraum aus Kindertagen, der mir bewusst machte, dass in den Medien und im Internet ein Thema fast komplett zu fehlen scheint. Wie gehen Kinder mit Fukushima um und wie kann man sie bei der Verarbeitung unterstützen?

 

Falsch wäre es das Thema zu ignorieren, weil man nicht weiß wie man kindgerecht mit seinen Sprösslingen darüber reden soll. Oder weil man glaubt, es würden eh so viele Informationen auf die Kinder einprasseln, dass es nicht weitere bräuchte. Verschweigen sorgt für sehr diffuse, tiefgreifende Ängste, aber genauso falsche Informationen, weil man annimmt, müßte die Kinder schonen. Beides sorgt nämlich dafür, dass sich Kinder dann ihre eigenen Gedanken drüber machen und das kann zu einem Gefühl von Dauerbedrohung führen.

 

Bei mir waren es damals die Berichte über die RAF, vor allem über Bombenattacken in öffentlichen, ursprünglich ruhigen Räumen. Lange Zeit traute ich mich nicht einmal mehr in ein Kaufhaus, weil mir bewusst war, dass zufälligerweise genau dort eine Bombe hätte hochgehen können.

Wie hatten meine Eltern reagiert? Sie wollten dieses Thema von mir fern halten und sie haben verharmlost.

Dabei hatten sie übersehen, dass ich überall an Infos kam. An Infos, die mir Angst machten und über die ich mit niemanden reden konnte. Denn das sei ja nichts für Kinder.

 

Obwohl wir damals noch weit entfernt waren von der Informationsflut der heutigen Tage, sah ich Bilder, die mich traumatisiert haben. Schließlich sahen meine Eltern Nachrichten an oder ließen ihre Zeitung offen herumliegen.

Sprachen sie mit andern Erwachsenen über die Geschehen, achteten sie selten drauf, ob ich in der Nähe war oder nicht.

Sie meinten sie hätten einen Überblick über meinen Fernsehkonsum, aber sie dachten nicht daran, dass in andern Familien der Fernseher ständig an war. Niemand achtete dort darauf, ob das Programm für Kinder oder für Erwachsene gedacht sei. Heute ist das doch noch viel schlimmer, denken wir doch z.B. mal an die laufenden Bildschirme in Einkaufszentren und Kaufhäusern.

 

Trotzdem machen sich noch relativ wenige Eltern Gedanken darüber was das für ihre Kinder bedeutet, wie diese mit den Bildern und Erwachsenen-Informationen umgehen.

 

Liebe Eltern, bitte schaut nur zusammen mit Euren Kindern fern. Selbst ausgewiesene Kindersendungen werden oft kurz vor Ende in einer Werbepause unterbrochen durch Bilder, die aufzeigen sollen, welche Themen gleich in der folgenden Nachrichtensendung dran kommen werden. Ihr bekommt sonst nicht mit, was diese bei Euren Kindern auslösen.

Sinnvoller wäre es sich gezielt Kindernachrichten aus dem Netz zu fischen, wie z.B.  Neuneinhalb oder  LOGO!  .  

 

Das Bedürfnis nach Information ist verständlich, aber bitte nicht Dauersendungen nur für Erwachsene über die Katastrophe vor den Augen Eurer Kinder laufen lassen. Erst recht nicht, wenn Ihr nicht ständige Gesprächsbereitschaft signalisiert und sie alles in sich hineinfressen.

 

In Japan sind 3 erschreckende Themen vorherrschend: Erdbeben, Tsunami und Folgen des Atomunfalls. Kinder fragen sich, ob sie selbst so etwas erleben können. Und ob die Wolke mit den Teilchen bis in ihren Heimatort ziehen kann. Verharmlosen und zu behaupten, das sei viel zu weit weg, das ist der falsche Weg. Auch bei uns kann es Erdbeben geben. Siehe die Seite "Erdbeben in Bayern". Wenige Minuten später hören die Kinder in den Medien vielleicht was ganz anderes, als ihnen vorher - angeblich zum Schutz - erzählt worden ist. Und dann ist das Vertrauen in die Eltern weg.

 

Außerdem brauchen sie kindgerechte Möglichkeiten das Gesehene zu verarbeiten. Auch ganz klare Anweisungen wie sie sich im Falle eines Erdbebens verhalten müssen, um sich bestmöglichst zu schützen. Hilfreich sind dazu sicher Sachbücher für Kinder oder Infoseiten für Kinder im Internet.

 

 

 

 

Kinder reagieren auch auf die Bilder von leeren Supermärkten und hören davon, dass Trinkwasser ausgeht. Da ist es sicher hilfreich zu wissen, dass im eigenen Keller für solche Notfälle vorgesorgt ist. Zeigt Euren Kindern, wie Ihr Euch selbst auf solche Situationen vorbereitet habt.

Zu sagen "So etwas könnte bei uns nie passieren.", ist nicht der richtige Weg. Sie können in den Medien viel realistischere Einschätzungen hören und sind dann mit ihrer Angst alleine gelassen, dass ihre Eltern das nicht richtig einschätzen.

 

Bei Kindern im Kindergartenalter ist es wichtig sich abzusprechen. Wie wird im Kindergarten damit umgegangen? Welche Medien werden zur Wissensvermittlung benutzt? Was wird den Kindern gesagt? Es sollte sich nicht widersprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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