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26. Januar 2014 7 26 /01 /Januar /2014 14:12

Autsch, da müssen sich Mütter mal wieder sagen lassen was eine gute Mutter ist. Und das nach Kriterien, die echt zu hinterfragen sind.

 

Wieder einmal geht es nur um Karriere, finanziellen Gewinn, Leistung.

Aber mal ehrlich, die Jagd nach diesen Stichwörtern, wohin hat die unsere Gesellschaft gebracht?

 

Jetzt soll die nächste Generation nach den gleichen Prinzipien erzogen werden wie die Generation, die für die Finanzkrise gesorgt hat und für eine Spaltung der Gesellschaft, in der Menschen herabgewürdigt werden, die nicht zu den vielgerühmten Leistungsträgern gehören?

 

Brauchen wir Gewinnoptimierung und Weißdergeier oder brauchen wir wieder Gefühl, Mitmenschlichkeit, Herzlichkeit?

 

Und das geht nicht, indem man schnellstmöglichst Mütter und Kinder fast schon zwangsmäßig trennt und in getrennte, gut organisierte Abläufe steckt.

Kindererziehung, die für eine Generation sorgt, der wieder Gemeinschaft, Mitgefühl wichtig ist, die braucht was anderes. Und wir als Gesellschaft müssen dafür sorgen, dass Erziehung wieder geschätzt wird.

 

Es ist nicht die unsere Aufgabe Frauen dazu zu bringen schneller wieder an ihre Karriere zu denken, damit sie Geld verdienen, es ist vielmehr unsere Aufgabe ihre Arbeit wieder zu ehren und ebenfalls finanziell zu honorieren. Und das wäre eine wirkliche Chancengleichheit, die die Autorin fordert.

 

Gute Mütter sind nicht diejenigen, die sich nicht durch solche Artikel zu einer Gleichmacherei drängen lassen, sondern diejenigen die spüren was ihre Familie braucht und ruhig einen alternativen Weg wählen.

 

Okay, dann ist eine mal eingeschlagene Karriere halt beendet, was soll's?

Aber in der Familienzeit werden so viele wertvolle neue Erfahrungen gemacht, dass es sich vielleicht zeigt, dass es auch andere wichtige Ziele gibt.

Unsere Gesellschaft braucht keine genormten Wege mehr, sondern Menschen, die kreativ und von der Mainstream-Manipulation befreit Alternativen suchen.

 

Unsere Aufgabe wäre es dann das entsprechend zu honorieren anstatt als negativ zu bewerten.

Und wir müssen trotzdem auch ausreichend Krippen, Kindergärten, Horte und andere wichtige Einrichtungen bereit stellen, denn nur diese begünstigen wirklich eine freie Entscheidung der Mütter dahingehend, was sie und ihre Familie wirklich brauchen.

 

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22. Dezember 2013 7 22 /12 /Dezember /2013 00:58

Also, entweder ich bin über meine Arbeit mehr dafür sensibilisiert oder es stieß mir aufgrund dieser Häufung heuer besonders auf.

 

Ist Euch auch aufgefallen wie wir gerade in der Vorweihnachtszeit regelrecht bombardiert werden mit Dingen, die erst Schuldgefühle erzeugen und dann etwas von uns wollen? Meist Spenden.

 

Es gibt eine Schwemme an Bettelbriefen, in denen das Leiden der Menschen instrumentalisiert wird, um an Gelder zu kommen, teilweise mit Bildern von Kindern, die längst Erwachsene sind. Aber als Kinder schauen sie halt so niedlich und schutzbedürftig aus, dass uns ihr (eigentlich schon vergangenes) Elend tiefer berührt.

 

Und dann die Haufen an angehängten Powerpoints, die als erstes wunderschöne Landschaftsbilder bringen zum träumen, begleitet von den ewig gleichen einlullenden Musikstücken. Man soll wohl nicht merken was da mit einem gemacht wird. Denn im zweiten Teil der Präsentation kommt eigentlich immer der Teil, der einen brutal zeigen soll wie wir das alles zerstören.

 

Bitte vorm weiter versenden kurz mal innehalten und nachspüren.

Was sende ich da weiter?

Was bewirke ich beim Empfänger?

 

Wie schön wären derartige Traumbilder in Präsentationen, die uns einfach nur bewusst machen würden wie toll und unglaublich wertvoll unser Mutterplanet ist. Als Aufruf würde am Ende ja ein "Laßt uns die Erde lieben und achtsam behandeln, denn sie ist wundervoll." reichen, oder?

 

Oder was verleitet ausgerechnet einen jungen Mann, der eingefleischter Nichtvegetarier ist, eine ähnliche Präsentation weiterzuleiten, in der es um Tiere geht, die leiden und für unsere Currywurst ermordet werden? Wie ernst nimmt man seinen erhobenen digitalen Zeigefinger,wenn er an dem Gemetzel indirekt beteiligt ist, das wir Adressaten von ihm bilderreich zugeschickt bekommen? Ich sag wenigstens ganz ehrlich, dass ich es als wichtig erachte Vegetarier zu werden, um bei dem Ganzen nicht Mittäter zu werden, dass es mir noch nicht gelingt, aber dass ich dran arbeite.

 

Mich erinnert das Ganze im Augenblick in gewissen Ansätzen an diese Zeit, in der von der Kirche die Menschen mit Höllenvorstellungen gequält worden sind, um an Gelder für die Kathedralen zu kommen.

 

Auch wenn in etlichen engagierten Mails und Briefen steht, dass man doch bitte so nett sein sollte und das weiterleiten sollte, ich mach's nicht, denn ich denke, dass wir den Planeten, die Tiere und Pflanzen wieder lieben lernen sollten ohne immer gleich eine direkte Verbindung zur Schuldbewusstseinsecke in unserm Gehirn zu haben.

 

Powerpoints mit tollen Bildern darf man mir gerne schicken, denn ich reise liebend gerne mit den Augen. Also bitte nicht falsch verstehen, aber spürt bitte vorher rein, was die Präsentation mit Euch macht.

 

Und auch Mails, Artikel, Filme finde ich unglaublich wichtig, in denen Mißstände aufgezeigt werden. Denn es gilt hinzuschauen und an Veränderungen zu arbeiten.

Aber beides gehört getrennt. Die Beziehung zu unserer Erde darf nicht weiter überlagert werden durch permanente negative Botschaften. Wir müssen sie frei und ungezwungen lieben dürfen.

 

 

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16. Mai 2013 4 16 /05 /Mai /2013 11:28

Auf dem heutigen Kalenderblatt steht ein Zitat von Mark Twain. Katzen bezeichnet er darin als die besten Freunde, da sie keine Fragen stellen und nicht kritisieren würden.

 

Hmmmm .... sind das wirklich unsere besten Freunde, diejenigen, die einen in Ruhe lassen?

 

Meine Erfahrungen waren und sind andere.

Es sind gute Fragen, die einen im Leben wirklich weiter bringen. Wie sonst komme ich aus ewig nervenden Hamsterrädern raus?

Will ich ein eingelulltes, sich nie änderndes Leben oder will ich eigenaktiv etwas verändern können, wenn etwas nicht stimmig ist?

 

Und auch Kritik ist dringend nötig, allein schon um achtsamer zu werden.

Wie oft richtet man Schaden an, nur weil man über etwas noch nie nachgedacht hat? Dabei braucht es manchmal nur eine kleine Änderung im Leben, so dass sich für jemanden andern etwas zum Positiven verändert. Denkt z.B. nur an die Arbeitsbedingungen in Bangladesch. Wir bedingen die mit durch unser Kaufverhalten.  

 

Kritik kann übrigens auch ein entsprechendes Bild und der passende Hinweis sein, was wir als Nichtvegetarier bewirken, erst recht, wenn wir billiges Fleisch kaufen. Solche Kleinigkeiten wie Kurzartikel können mein Verhalten ebenso verändern. Und ich bin dankbar drum, denn es braucht viele Hinweise, bis ich persönlich es schaffe mich umzustellen.

 

Mit Freunden will ich nicht nur oberflächig reden, ich würde sie zu Wellness-Zwecken instrumentalisieren, wenn ich keine Kritik von ihnen wünschen würde. 

 

Katzen werden von mir heißgeliebt, aber in diesem Fall stimme ich nicht mit Mark Twain überein.

 

Ich bin meinen Freunden dankbar, die mir Anregungen geben und kritisch sind.

Danke, dass es Euch gibt!

 

 

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17. Oktober 2011 1 17 /10 /Oktober /2011 12:19

Darf ich mir Handwerker wünschen, die kreativ Lösungen suchen können und denen es nicht egal ist, welchen Schaden ihr unflexibles Nicht-Wissen bei ihren Kunden anrichten kann?

 

Eine kleine Heizung im Bad sollte erneuert werden. Dass es vielleicht wichtig ist diese in der richtigen Größe zu bestellen, das wurde den Installateuren erst klar, als sie nicht zu montieren war, da - wie durch ein Wunder links daneben urplötzlich ein Knauf auftauchte, der dort schon seit den 70er Jahren angebracht war. Über eine halbe Stunde saßen 4 Handwerker auf dem Badewannenrand, starrten ratlos das Problem an, bis sie auf die glorreiche Idee kamen die Kundin zu fragen, wie sie nun das Problem lösen sollten. Meine Reaktion damals: "Ähhhhhhh, wer von uns hat denn nun die entsprechende Ausbildung - Sie oder ich?"

Okay, nach einer weiteren Stunde fand man offenbar doch eine Lösung. Ich versuchte mich in dieser Zeit möglichst weit weg vom Bad aufzuhalten, um ja nicht eine falsche Bemerkung von mir zu geben.

 

Das war übrigens die gleiche Firma, bei der insgesamt 4 mal andere Handwerker zum vereinbarten Termin kamen, nur um mich zu fragen, ob die Kollegen das dafür benötigte Werkzeug schon gebracht hätten. Ähhhm ja .......

 

Wenn es nun jemanden interessiert, ob diese Firma versucht hat diese ganzen unnötigen Anfahrten und Arbeitszeiten beider Aktionen und dieser vielen Menschen abzurechnen: Ja natürlich.

Nur hatte ich zum Glück jemanden den Auftrag für den Umbau des Bades gegeben, der sich dann selbst mit der Abrechnung rumschlagen musste.

 

Jahre später hatte ich ein kleines Problem und ließ sogar bis von München aus jemanden anfahren, nur weil mir zugetragen worden ist, dass er clever ist und zuverlässig arbeitet. War auch so. Ein herzliches Dankeschön noch einmal nachträglich dafür.

 

Es gibt jedoch Notsituationen, da braucht man schnell jemanden, mir blieb nichts anderes übrig, als erstere Firma erneut zu kontaktieren, weil schon Wasser am Boden stand.

Irgendwas, das laut dem - zugegebenermaßen sehr schnell erscheinenden - 1. Fachmann gar nicht tropfen durfte, tropfte trotzdem aus dem Boiler und lief uner das Parkett.

Ein Ersatzteil wurde besorgt, die Rechnung traf ein, es tropfte weiter.

 

2. Versuch: Der Chef kam persönlich.

Angeblich sei das Tropfen normal, weil sich Wasser ausdehnt und dann müßte das Wasser ablaufen können.

Ähhhhhhh ja, anscheinend scheint das der Kollege noch nicht gehört zu haben.

Der Trichter sei nicht groß genug, drum würde es daneben tropfen. (Kann mir bitte ein Leser erklären wieso der über 10 Jahre groß genug gewesen ist?)

An ihm war gezogen und gezerrt worden, aber es hatte alles nichts geholfen.

Ein neues Ersatzteil müsse her. Und das dauert bis Mitte der kommenden Woche.

 

Chef war gegangen, nächster Tropfanfall und nun nach dem Gezerre voll an die Wand und runter aufs Parkett, schlimmer als vorher, denn es half nicht einmal mehr die drunter gestellte Wanne.

Anruf in der Firma, Problem geschildert, einzige Reaktion: Man müsse abwarten bis der größere Trichter eintreffen würde. Auf meine Frage, was man denn nun machen könne, denn schließlich würde das Tropfen ja den Boden schädigen: Ratlosigkeit und noch einmal der Hinweis, man könne nur warten.

 

Toll.

Und genau das ist das, was bei mir dicke Fragezeichen auslöst.

Früher waren die Handwerker auch darin geschult auf ungewöhnliche Lösungen zu kommen, um einen Schaden zu verhindern. Jetzt können sie nur noch auf Fertigprodukte setzen und ansonsten hat der Kunde halt Pech gehabt.

Na und, dann ist dem sein Parkett halt ganz kaputt, soll er es halt neu kaufen und einbauen lassen ..................

Aber nicht jeder hat "die paar Tausender dafür" übrig.

 

Ich bin dann doch auf eine Lösung gekommen. Aus Alufolie habe ich mir einen Trichter selbst gebastelt.

Aber mal ehrlich, wäre das nicht eigentlich die Aufgabe des Fachmannes auf so etwas zu kommen? Schließlich hat derjenige auch mehr Erfahrung.

 

Warum ich hier in diesem Weblog drüber schreibe:

Ich glaube, das uns das alle angeht und dass es wichtig ist, von der Wegwerfgesellschaft, die Dinge nicht mehr wertschätzt, wieder zu einer Gemeinschaft an Menschen zu werden, die kreativ nach Lösungen sucht. Auch zu einer Gemeinschaft, der es nicht egal ist, wenn jemand ein Problem hat, das nicht mit einem Baukasten-Systemdenken zu lösen ist.

Wir brauchen wieder Spaß am kreativ Lösungen finden, auch gesamtgesellschaftlich.

 

Ich bin gespannt wie es Mitte dieser Woche weiter geht .....

 

 

 

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20. Juli 2011 3 20 /07 /Juli /2011 08:09

Endlich spricht es mal jemand klar genug aus:

 

 

 

 

Dass das Geld crashen wird, spricht sich also langsam rum.

Was mich wundert, das ist, dass ich in unzähligen Gesprächen merke, dass niemand sich klar zu machen scheint was das konkret bedeutet. Überwiegend herrscht die Meinung vor, dass es danach so weiter gehen wird wie bisher.

 

Vielleicht kommt das daher, weil die wenigsten von uns die Möglichkeit hatten mit der Generation zuvor über die Folgen der Währungsreform zu reden?

Wozu sich Gedanken machen über Lagerhaltung, wenn doch der nächste Supermarkt allzu leicht mit dem Auto zu erreichen ist?

Wozu sich informieren über Heilkräuter, wenn es doch in jeder Straße eine Apotheke gibt?

Infos beschaffen übers Einmachen, Konservieren und andere alte Haushaltstechniken? Ist doch out.

 

Autsch, das wird ein arg unsanftes Aufwachen. *befürcht* Vor allem in den Städten, in denen es viel zu wenig Raum gibt, um sich etwas anzubauen.

 

Banker und an Eliteschulen ausgebildete Betriebswirtschaftler nennnen sich ja gerne die Leistungsträger der Gesellschaft. Was passiert eigentlich mit ihnen nach dem Crash? Sie werden diejenigen mit den größten Problemen sein, denn sie haben nichts gelernt, was in der Post-Crash-Gesellschaft wichtig sein wird.

Es sind arg wenige, die sich vorrausschauend jetzt schon etwas Sinnvolleres aufbauen.

 

Und wir sollten uns Gedanken darüber machen, ob wir wirklich nach einem Crash wollen, dass es so wieder aufgebaut wird, wie es bisher läuft.

 

Ganz ehrlich, ich will so ein eiskaltes, berechnendes und Menschen zerstörendes System auf gar keinen Fall mehr.

Wir müssen zu einer Gesellschaft mit mehr Menschlichkeit werden, die den andern achtet und nicht ohne mit der Wimper zu zucken in den Abgrund reißt.

Ich will eine spirituellere Welt mit ganz anderen Werten. Eine Welt, die so weiter geht wie bisher? Nein danke!!

Und ich glaube, diese Weichen gilt es jetzt zu stellen. Vorm Crash.

 

Welche Welt wollen wir?

Wie soll sie aussehen?

Die gilt es sich jetzt schon zu visualisieren. Um sie dann zu errichten.

 

 

 

 

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27. Juni 2011 1 27 /06 /Juni /2011 22:37

Die einen bekommen nicht einmal 5 Euro im Monat, denn das würde ja den Staat ruinieren.

Die anderen gönnen sich 600 Euro mehr an Diäten. Das scheint den Staat nicht zu ruinieren.

 

Boah nee, ich wünsche mir für diesen Staat endlich mehr Bescheidenheit (auf der richtigen Seite), mehr Mitgefühl und vor allem mehr Gefühl für Gerechtigkeit und angemessenes Verhalten.

 

Wo ist die Menschlichkeit hin verschwunden?

 

 

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Und wo wir gerade dabei sind, ich wünsche mir von den Politikern ein Gefühl dafür was angebracht ist und was nicht.

Den zum Großteil zusammenkopierten Doktortitel verlieren und sich erst nach massiver Kritik aus dem Forschungsausschuß zurückzuziehen, das war wohl jetzt eher weniger angebracht.  

 

 

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Außerdem möchte ich eigentlich keinen Politiker mehr auf der Bühne erleben, der sich nach irgendeinem Skandal von dieser verabschiedet hat. Menschen mit Ehrgefühl sollten meiner Meinung nach im Hintergrund bleiben. Schließlich haben sie ja auch eine Vorbildfunktion.

 

 

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Da braucht man kein Orakel werfen, legen oder deuten, um vorauszusehen, dass unsere Gesellschaft genau wegen solch einem Verhalten auseinanderzubrechen droht. Und auch wird, wenn wir jetzt nicht die Kurve kriegen.

 

 

TT-Sommersonnwend-001.jpg

 

 

 

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25. Juni 2011 6 25 /06 /Juni /2011 08:40

Gestern, der Abend hat so richtig Spaß gemacht.

 

Halt, ich fang mal lieber von vorne an.

 

Vor Jahrzehnten, in meinem ersten Leben, als ich noch als Montessori-Therapeutin gearbeitet habe, bin ich u.a. auch durchs Land gezogen und habe sehr viele Vorträge und Seminare abgehalten.

Einerseits hat mir das Spaß gemacht, andererseits war es sehr mühsam. Denn fast immer war jemand mit dabei, dem es gar nicht um Inhalte gegangen ist, sondern darum im Mittelpunkt zu stehen. Oder um etwas auszuagieren, das mit seiner Geschichte zu tun hatte, aber wenig mit mir als Dozentin.

 

Meine Themen waren schwerpunktmäßig Pädagogik und Heilpädagogik und oft waren Menschen mit dabei, die in der Erziehung ihrer Kinder massiv an ihre Grenzen gestoßen waren. Sie suchten eigentlich nach Lösungen.

Diese Lösungen sollten jedoch auf gar keinen Fall eine Änderung ihres Lebens bewirken. Schließlich waren ja nur die Kinder schwierig.

Es passierte immer wieder, dass ziemlich schnell jeder Änderungsvorschlag nicht als solcher gesehen wurde, sondern es entstand ein Sport schnellstmöglichst ein "Aber" zu finden. Ein "Aber", warum dieses und jenes genau bei ihrem Kind nicht funktionieren konnte. Und dass das, was sie jetzt machen würden, die einzig richtige Art und Weise sei.

 

So konnte man nicht wirklich Wissen vermitteln, Ideen weiter geben, gemeinsam nach Lösungen suchen, denn zum größten Teil war ich mit der Gruppendynamik beschäftigt. Und das nervte irgendwann.

 

Etwas, das schon typisch war für mich, ich zweifelte einzig an mir und meinen Fähigkeiten, besuchte selbst unzählig viele Seminare zum Thema Kursleiterfortbildungen und stellte dort fest, dass das ein allseits bekanntes Phänomen war. Gerade im pädagogischen Bereich waren damals die Kurse voll mit Teilnehmern, die eigentlich etwas ganz bestimmtes wünschten: Obwohl nichts daheim funktionierte, trotzdem die Bestätigung bekommen, dass sie alles richtig machen würden.

Wenn aber z.B. ein Dreijähriger schon seine Mutter derart verdrosch, dass sie vollkommen hilflos war, dann half eine Bestätigung, dass man alles optimal machen würde, nicht wirklich weiter.

 

Ich machte weiter mit den Kursen, jedoch immer mehr an mir zweitelnd.

Nicht nur bei mir tauchten zunehmend Menschen auf, die den Rahmen sprengten, weil sie eigentlich nur mal eineinhalb Stunden am Stück reden wollten und die dann beleidigt reagierten, wenn man sie drauf hinwies, dass die andern Kursteilnehmerinnen auch berechtigte Bedürfnisse hätten.  

 

 

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Und dann kam ein Seminar, das alles auf einen Schlag veränderte.

 

Die Mauer war gefallen und zusammen mit einer Kollegin war ich eingeladen in Chemnitz ein mehrtägiges Seminar zu halten zum Thema Wahrnehmungsförderung. Ich hatte schon total Schiß, weil ich mir mehrere Tage am Stück irrsinnig anstrengend vorstellte.

Wir kamen an und es war alles anders als sonst.

 

Ich fühlte mich schon wie in einer anderen Welt, nur weil wir zur Begrüßung angelächelt wurden und weil immer jemand dafür sorgte, dass wir Wasser vor uns stehen hatten.

Die Teilnehmerinnen, alles praktizierende Ergotherapeutinnen, waren freundlich drauf, sie waren wißbegierig. Sie hatten viele Fragen und brachten aber auch in einem guten Verhältnis ihre eigenen Erfahrungen mit ein. Es war toll!!

Da waren keine ausufernden Egoprogramme, es herrschte von Anfang an eine fröhliche, entspannte Stimmung. Zusammen experimentierten wir, probierten wir aus, wechselten mit Theorie ab. Und wir haben dabei ganz viel gelacht.

 

Es lief so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte, ja erträumt hatte. Und ich habe es unglaublich genossen nur Wissen und praktische Fähigkeiten zu vermitteln ohne ständig mit der Gruppendynamik beschäftigt zu sein.

Lachen im Kursraum, Freude am ausprobieren, ich empfinde heute noch die Woche wie wenn die ganze Woche die Sonne geschienen hätte.

 

Und dann kam ich wieder zurück in den Westen. Und mir fiel auf, dass schon beim eintreten die Teilnehmer Gesichter hatten wie wenn sie in eine Schlacht zögen. Als ich nicht einmal die Begrüßungsrunde störungsfrei zu Ende brachte, schnallte ich, dass es gar nicht mal nur an mir lag, sondern an den Bedigungen. Und dass ich die wahren Bedürfnisse nie und nimmer in der von den Volkshochschulen vorgegebenen Zeit erfüllen konnte. Hier hatten nur Dozenten eine Chance, die hart durchgriffen und gleich alles abwürgten und ihr Ding durchzogen. Und so wollte ich mich nicht verändern, das hätte mir persönlich nicht gut getan.

Beim Beschluß: Nie wieder Kurse! Auch wenn mir das Wissen vermitteln eigentlich schon Spaß gemacht hätte.

 

 

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Jetzt, Jahre später habe ich wieder angefangen. Zögerlich noch und in Kleinstgruppen. Ich bin noch in der Phase vom austesten, was überhaupt gebraucht wird.

 

Und gestern war ein Kurs, der hatte so eine Wirkung wie Chemnitz, aber in die andere Richtung.

Denn er hat unglaublich Spaß gemacht.

Thema war: "Der Ahnenkurs - Was Ihr schon immer übers Jenseits wissen wolltet".

 

Die Stimmung war entspannt, es kamen soooooooooooooooooo viele Fragen und ich durfte mich einfach nur drauf konzentrieren mein Wissen zu vermitteln.

Es war ein tolles Miteinander, ich habe es total genossen. Und es waren Unmengen an unsichtbaren Wesen da, deren wohlwollende Unterstützung ebenfalls gut tat. Mir hat es große Freude bereitet ein bißchen mitzuhelfen, dass sie in unserer Wahrnehmung näher gerückt sind.

 

Es sind noch viele Fragen dazu gekommen und wir werden im August weitermachen mit dem Thema. Ich freu mich schon drauf.

 

 

 

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Danke Euch allen, dass Ihr mir die Freude an diesem Beruf zurückgebracht habt. Und dass Ihr mir gezeigt habt, auch hier ist das Wunder von Chemnitz möglich.

Danke, dass ich als Kursleiterin so sein darf wie ich bin, einfach weil es auch hier Menschen gibt, die so viel Herzenswärme besitzen wie es mir damals im Osten aufgefallen ist.

 

Schee woars mit Eich und schee, dass des weida geht.  :-)

 

 

 

 

 

 

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12. Mai 2011 4 12 /05 /Mai /2011 09:00

Also, das kann ich Euch nicht vorenthalten, für mich war's der Brüller des noch jungen Tages.

 

In der letzten Zeit lese ich immer wieder in Weblogs mit, in denen es um ökologische Themen geht. Ich will mein Bewußtsein dafür schärfen, was ich selbst verändern kann. Im Ökoblog stieß ich heute auf eine Werbung, deren Grundidee (Baumsparvertrag) vielleicht gar nicht so schlecht ist. Da ich mich damit zu wenig befaßt habe, kann ich das nicht wirklich beurteilen. Nur frage ich mich, wieso man ausgerechnet in Tropenholz investieren soll, gibt es denn nichts Sinnvolleres vor Ort? Aber okay, das ist eine andere Frage, um die es hier nicht gehen soll.

 

Zum lachen hat mich nur der Vorschlag gebracht, Kindern zur Erstkommunion so einen Baumsparvertrag zu schenken.

 

Boah nee, das Gesicht des so beschenkten Kindes möchte ich sehen. Himmel, das sind Drittklässler, die haben doch noch ganz andere Bedürfnisse. Und es ist ein für sie wichtiges Fest, bei dem auch die Geschenke wichtig sind. Diese sollen ja schließlich erfreuen.

 

Klar, so etwas kann man schon zum Geschenk machen, aber dann doch wohl eher in einem Alter, in denen es den Jugendlichen Spaß macht sich für etwas zu engagieren. Hat der für die Werbung Zuständige überhaupt schon mal mit einem Grundschüler länger als 3 Minuten gesprochen?

 

Schon seltsam wie weltfremd manche Werbemaßnahmen sind. Für mich war diese Anzeige heute ein richtig erheiternder Start in den Tag:

 

BaumSparVertrag

 

 

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3. Mai 2011 2 03 /05 /Mai /2011 08:45

Massen jubeln über den Tod Bin Ladens, ohne zu realisieren, dass sie damit bei andern Wut erzeugen und Konflikte wieder hoch drücken.

 

Der Deckname einer Tötungsaktion lautet ausgerechnet "Geronimo".

 

Es ist so leicht ganze Völker tief zu verletzen. Auch ein schon lange diskriminiertes Volk im eigenen Land. Geronimo wird ja schließlich als Held und Widerstandskämpfer bei den Apachen bewundert.

 

Muss das sein?

 

Wäre es nicht langsam wichtig, dass wir lernen wahrzunehmen, wann und wo wir gedankenlos über die Gefühle ganzer Völker brettern? Und sei es durch eine winzig kleine Aktion, wie einer Namensgebung für ein "Projekt". 

 

Ich habe einen Traum.

Vielleicht haltet Ihr mich für naiv, aber ich wünsche mir ein Zusammenwachsen der Kulturen, denn dies wäre eine Bereicherung, aber ich will keine weiteren Gräben auf unserem Heimatplaneten. Und ich wünsche mir, dass wir schaffen wirklich respektvoll miteinander umzugehen.

 

 

 

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24. März 2011 4 24 /03 /März /2011 11:27

"Es will mir ja niemand helfen." Ein Satz, der nicht nur heute in einem Telefonat gefallen ist. Meist, wenn ich jemanden empfehle einen Quantenheiler oder Geistheiler in der Nähe zu kontaktieren.

 

"Mir will ja niemand helfen.". Wieso weiß ich oft schon gleich nach diesem Satz, dass ich die nächste auf der langen Liste sein werde, die auch nicht helfen kann?

Die Gespräche verlaufen fast immer so, dass nur ständig begründet wird, warum alles nicht funktionieren kann. Kein Ansatz in Richtung "Das könnte ich mir vorstellen, das probiere ich mal aus." oder "So wird es wahrscheinlich nicht gehen, aber ich könnte ja mal folgendes ausprobieren, das in eine ähnliche Richtung geht."

Vorsicht, mit diesem "Das geht alles nicht." betoniert man genau diesen Zustand ein, den man eigentlich gar nicht will.

 

 

"Mir will ja niemand helfen." Wo bleibt wenigstens ein Ansatz zu reflektieren,  woran das liegen könnte? 

 

In letzter Zeit werde ich deutschlandweit angerufen. Von vornherein ist klar, dass es gar nicht darum geht, dass jemand als Klient kommen möchte, nein, er will nur entweder lange Gespräche über das Leiden führen oder aber genaue Anleitungen, was er alles machen könnte, wenn die ZweiPunktMethode nicht so wirkt wie erwünscht.

 

Da ist kein "Haben Sie Zeit für ein längeres Gespräch oder störe ich gerade?"

Da ist auch nichts zu spüren, dass sich der andere Gedanken macht über einen Ausgleich. Manchmal kommt sogar nicht mal ein Dankeschön.

Ich erwarte keine Bezahlung, nicht falsch verstehen, aber es wäre nett, wenn man z.B. mal jemand wenigstens eine nette Dankeskarte schreiben würde. Aber nein, irgendwie scheinen einige zu meinen, Geistheiler haben jedem kostenlos zu helfen, nur weil sie gerade leiden.

Und das möglichst noch um 22.30 Uhr, auch schon vorgekommen.

 

Woran kann es liegen, dass einem niemand helfen will?

Es ist ein feiner Unterschied, ob ich von jemanden Hilfe wünsche und von vornherein sage, dass ich nichts zahlen kann oder ob ich sage "Momentan kann ich nichts zahlen, aber geht es in Raten? Oder brauchen Sie vielleicht im Gegensatz auch Hilfe, wie wäre es mit einem Arbeitstausch? Diese oder jene Fähigkeiten hätte ich anzubieten."

Und sorry, ein "Ich kann rein gar nichts machen, denn ich bin ja krank.", das lasse ich nicht gelten. Jeder kann was machen, wenn er einen Internetanschluß hat und mich darüber schon mal finden konnte.

 

Wenn ich wildfremde Menschen erneut anrufe und wieder erwarte, dass sie lange über meine Probleme reden, und ich mache mir keinerlei Gedanken über einen Ausgleich, dann handle ich nicht wirklich respektvoll ihnen gegenüber.

Bei kurzen Fragen ist das was anderes, oder wenn man sich in einer Gemeinschaft gegenseitig hilft. Ich finde es auch okay, wenn ich mal jemanden über eine Fernberatung helfe, wenn der signalisiert, dass er sich dafür ehrenamtlich um jemanden andern kümmert. Nur mit diesem einseitig etwas einfordern, komme ich gar nicht klar.

 

Wenn mich jemand aus der Ferne anruft, gar nicht frägt, ob ich so ein langes Gespräch überhaupt führen will und dann sich gar keinen Gedanken drüber macht, ob und wie er sich dafür bedanken könnte, dann beschleicht mich das Gefühl, dass das damit zu tun haben könnte, dass niemand zu ihm ins Haus kommen und helfen will. Denn er geht mit den Menschen um ihn herum ja genauso um wie mit mir am Telefon.

 

Nur so ein Gedankenanstoß:

Vielleicht kommt Hilfe für einen selber ja eher, wenn man bereit ist erst einmal andern zu helfen? Wenn man sich an einem Tauschmarkt beteiligt oder eine Gruppe sucht, die sich gegenseitig hilft. Oder eben, wenn man den potentiellen Helfern signalisiert, dass man seine Arbeit wertschätzt und diese respektvoll wahrnimmt.

Und mal ehrlich, zu krank für ein "Danke schön!" ist eigentlich niemand.  ;-)

 

 

 

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